Produktion/Absatz, Konjunktur

KORREKTUR: Autoindustrie kritisiert mögliche Strafzölle auf E-Autos aus China

12.06.2024 - 16:28:10

(Berichtigung: Die Zölle werden nur in bestimmten FĂ€llen rĂŒckwirkend erhoben, die EU-Kommission hat ihre Angaben dazu prĂ€zisiert.

Die erhoben, die EU-Kommission hat ihre Angaben dazu prÀzisiert. Die Angaben im 2. Absatz, 2. Satz, wurden entsprechend geÀndert.)

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der Verband der Automobilindustrie (VDA) kritisiert die Drohung der EU-Kommission, kĂŒnftig hohe Strafzölle auf E-Autos aus China zu erheben. VerbandsprĂ€sidentin Hildegard MĂŒller sieht die Abgaben als Hindernis fĂŒr die globale Zusammenarbeit. So wachse das Risiko von globalen Handelskonflikten, betonte sie. "Fakt ist außerdem: Ausgleichszölle fĂŒr aus China importierte E-Pkw sind nicht geeignet, die WettbewerbsfĂ€higkeit der europĂ€ischen Automobilindustrie zu stĂ€rken", sagte sie am Mittwoch. Auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) warnte davor, dass der Schritt zu stĂ€rkeren Handelskonflikten fĂŒhren könnte.

Ob die Zölle von bis zu 38,1 Prozent tatsĂ€chlich gezahlt werden mĂŒssen, hĂ€ngt den Angaben zufolge davon ab, ob mit China eine andere Lösung gefunden werden kann. Sie wĂŒrden dann in bestimmten FĂ€llen rĂŒckwirkend von Anfang Juli an einbehalten werden, sollte sich die EU darauf verstĂ€ndigen, langfristig höhere Zölle zu erheben.

Die chinesische Regierung sei dazu aufgerufen, GesprĂ€chsbereitschaft zu signalisieren. "Es liegt auch an China, mit konstruktiven VorschlĂ€gen auf Europa zuzugehen, wettbewerbsverzerrendes Verhalten konsequent und schnell zu stoppen, um so eine Ausweitung von Handelskonflikten zu vermeiden", sagte MĂŒller. Man brauche China etwa auch, um die Klimakrise erfolgreich zu bewĂ€ltigen.

@ dpa.de | CNE100000296 PRODUKTION/ABSATZ