E-Commerce-Chance Otto: Wie sich HĂ€ndler auf dem deutschen Marktplatz eine goldene Nase verdienen
02.07.2025 - 12:38:25FĂŒr viele HĂ€ndler ist Otto heute das, was Amazon vor zehn Jahren war: ein Marktplatz mit enormem Potenzial â das jedoch strategisch genutzt werden will. Dieser Beitrag verrĂ€t, welche Kategorien besonders gut laufen, welche Voraussetzungen HĂ€ndler erfĂŒllen mĂŒssen und warum Otto gerade fĂŒr deutsche Anbieter zum echten GoldgrĂ€bermarkt werden kann.
Kategorien mit starkem Potenzial
Besonders ausgeprĂ€gt ist die Nachfrage auf Otto in den Kategorien Einrichtungen, also Möbel, KĂŒchen, Wohnaccessoires, Gartenartikel und BĂŒroausstattung. Viele HĂ€ndler berichten, dass diese Bereiche regelmĂ€Ăig fĂŒr stabile UmsĂ€tze sorgen.
Das spiegelt sich auch in den Warenkörben: Im Vergleich zu Amazon fallen die Bestellmengen pro Kunde hĂ€ufig gröĂer aus, weil Otto traditionell eine hohe AffinitĂ€t zu Einrichtungs- und Ausstattungsprojekten hat.
Im B2B-Kontext ist Otto ebenfalls stark: Unternehmen nutzen die Plattform fĂŒr gröĂere Beschaffungen, etwa BĂŒromöbel oder technisches Zubehör. Ein Beispiel sind HĂ€ndler, die mit einzelnen GeschĂ€ftskunden Bestellungen von 30 bis 50 StĂŒck eines Produkts abwickeln â UmsĂ€tze im fĂŒnfstelligen Bereich pro Auftrag sind in solchen FĂ€llen keine Ausnahme. Diese Dimensionen sind auf Amazon zwar auch möglich, aber weniger typisch.
Markteintritt: Vorgehen und Voraussetzungen
FĂŒr Amazon-erfahrene VerkĂ€ufer ist Otto oft der naheliegende nĂ€chste Schritt. Der Aufwand bleibt dabei ĂŒberschaubar: Produktdaten wie Bilder, Texte, Attribute oder Preislisten lassen sich in der Regel eins zu eins ĂŒbernehmen. Die Plattform akzeptiert weitgehend dieselben Inhaltsformate wie Amazon, was den Einstieg erleichtert.
Ein wesentlicher Unterschied liegt jedoch im Onboarding: Otto wÀhlt neue VerkÀufer selektiv aus. Nicht jedes Unternehmen wird automatisch freigeschaltet. Entscheidend sind neben einem professionellen Markenauftritt auch Kriterien wie ein vollstÀndiger Katalog, verlÀssliche Logistikstrukturen und ein Servicelevel, das dem QualitÀtsanspruch der Plattform entspricht.
Viele HĂ€ndler empfinden genau diesen Punkt als gröĂte HĂŒrde: Die Antragstellung und die PrĂŒfung durch Otto können mehrere Wochen dauern und erfordern sorgfĂ€ltig aufbereitete Unterlagen. In diesem Fall können aber erfahrene Experten unterstĂŒtzen.
Wettbewerbsvorteil durch reduzierte Konkurrenz
WÀhrend Amazon durch internationale Seller geprÀgt ist, bleibt Otto bislang ein klar nationaler Marktplatz. Das begrenzt die Zahl der Anbieter deutlich. HÀndler, die auf Otto starten, treffen daher auf weniger direkte Konkurrenz, insbesondere bei Nischen- oder Spezialsortimenten.
Zugleich sind viele Kategorien in Bezug auf Content-Optimierung, Bildmaterial und strategisches Marketing noch unterentwickelt. Wer diese Stellhebel konsequent nutzt, kann sich schnell sichtbare Wettbewerbsvorteile verschaffen.
Viele HĂ€ndler ziehen Parallelen zur Anfangszeit bei Amazon: Schon einfache MaĂnahmen wie professionelle Produktbilder oder strukturierte Beschreibungen sorgten damals fĂŒr deutlich mehr Sichtbarkeit und Umsatz. Aus dieser Sicht befindet sich Otto in einer Ă€hnlichen Phase â in der durchdachte Sortiments- und Marketingentscheidungen besonders groĂen Einfluss haben können.
Fazit: Otto als strategische ErgÀnzung
Otto ist kein Ersatz fĂŒr Amazon, sondern eine hochattraktive ErgĂ€nzung, insbesondere fĂŒr HĂ€ndler, die Einrichtungskategorien bedienen oder B2B-UmsĂ€tze anstreben. Der vergleichsweise geringere Wettbewerb und die klare Fokussierung auf deutsche Anbieter eröffnen Chancen, die anderswo kaum noch bestehen.
Wer bereit ist, den initial höheren Aufwand bei der Registrierung zu investieren, kann sich auf Otto ein Standbein aufbauen, das langfristig StabilitĂ€t und Wachstumsoptionen verspricht â mit vergleichsweise geringen zusĂ€tzlichen Betriebskosten.
Ăber Nicklas Spelmeyer:
Nicklas Spelmeyer ist GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Ecommerce.de Consulting GmbH. Er verkauft seit ĂŒber fĂŒnf Jahren erfolgreich auf Amazon und unterstĂŒtzt mit seinem Team ĂŒber 2.000 Kunden bei der Optimierung ihrer Shops. Sein Schwerpunkt liegt auf Marketing und Verkaufspsychologie. Zudem ist er Autor eines Fachbuches und auf YouTube aktiv. Weitere Informationen unter: ecommerce.de
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