ABDA lehnt höhere Arzneimittel-Zuzahlungen entschieden ab
23.12.2025 - 10:19:21"Wir stehen fest an der Seite der Patientinnen und Patienten. Gesundheit darf keine Frage des Geldbeutels sein", erklĂ€rt ABDA-PrĂ€sident Thomas Preis. "Höhere Zuzahlungen bergen die reale Gefahr, dass sich viele Menschen medizinisch notwendige Arzneimittel aus finanziellen GrĂŒnden nicht mehr leisten können." Die Folge wĂ€ren TherapieabbrĂŒche, eine Verschleppung von Erkrankungen und am Ende höhere Kosten fĂŒr das Gesundheitssystem - statt der erhofften Entlastung der Krankenkassen.
Auch fĂŒr die Apotheken hĂ€tte eine Erhöhung der Zuzahlungen gravierende Folgen. "Die Apotheken vor Ort sollen erneut als Inkassostelle herhalten", so Preis. "Schon heute tragen wir die Kosten fĂŒr Kartenzahlungen selbst und erleben regelmĂ€Ăig AusfĂ€lle beim Einzug von Zuzahlungen." Steigende Zuzahlungen wĂŒrden den bargeldlosen Zahlungsverkehr weiter erhöhen - ebenso wie das finanzielle Risiko fĂŒr die Apotheken. "Das lehnen wir ab."
Zuzahlungen kommen ausschlieĂlich den Krankenkassen zugute. "Wenn die Politik an diesem Instrument festhĂ€lt, dann mĂŒssen die Krankenkassen die Zuzahlungen auch selbst bei ihren Versicherten einziehen", fordert Preis. "Es kann nicht sein, dass Apotheken zusĂ€tzlich belastet werden, wĂ€hrend ihre wirtschaftliche Situation ohnehin angespannt ist."
Die ABDA appelliert an die Bundesregierung, von höheren Zuzahlungen abzusehen und stattdessen nachhaltige, solidarische Lösungen zur Finanzierung des Gesundheitssystems zu entwickeln - ohne Patientinnen und Patienten sowie Apotheken weiter unter Druck zu setzen.
Mehr Informationen auf www.abda.de
Pressekontakt:
Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-132, [email protected]
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, 030 40004-134,
[email protected]
Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. ApothekerverbĂ€nde ĂŒbermittelt durch news aktuell


