Neue Daten zu verschreibungsfreien Arzneimitteln: Gesamtumsatz wächst, insbesondere bei Vitaminen und Mineralstoffen
14.04.2026 - 11:23:52 | presseportal.de
Die Menschen vertrauen auf hochwertige verschreibungsfreie Arzneimittel aus der Apotheke: 941 Millionen Packungen wurden im Vorjahr in stationären Apotheken und im Apotheken-Versandhandel verkauft. Die TOP fünf Produktgruppen waren 2025 Husten- und Erkältungsmittel, gefolgt von Mineralstoffen/Vitaminen/Nahrungsergänzungsmitteln, den Produkten der Kategorie Schmerzmittel/Muskel/Gelenke, Produkten für den Verdauungstrakt und Hautmitteln. "Die Apotheke vor Ort ist für OTC-Hersteller der wichtigste Partner. 77 Prozent aller Packungen werden in der Offizin gekauft", sagt Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des BPI.
Graphik 1: Absatzentwicklung von OTC-Arzneimitteln und Nichtarzneimitteln 2023 - 2025 (Absatz in Mio. Packungen, Veränderungen ggü. dem Vorjahr in %)
Zudem zeigen die BPI-OTC-Daten 2026: Die pharmazeutische Industrie ist mit über 130.000 Beschäftigen ein wichtiger Arbeitgeber in Deutschland. Von den rund 670 pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland sind 83 Prozent aller (auch) im OTC-Segment aktiv.
Graphik 2: Anteil der Hersteller für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel in Deutschland 2025
Umsatz: OTC-Markt wächst auch in 2025
Der Markt mit OTC-Arzneimitteln legte im Vorjahr leicht zu: 11,5 Milliarden Euro wurden in Apotheken und im Versandhandel umgesetzt. Das entspricht einer Steigerung um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Absatz: Entwicklungen differieren stark nach Kategorie
Ein Blick auf die tatsächlich verkauften Packungen im Vorjahr zeigt, dass der Absatz durchwachsen war. Je nach Sortiment waren die Hersteller der Selbstmedikation unterschiedlich von den Marktentwicklungen betroffen.
Die absatzstärkste Produktkategorie im OTC-Markt sind mit etwa einem Drittel aller Packungen die Erkältungsmittel. Somit hängt die jeweilige jährliche Segmententwicklung stark von dieser Produktkategorie ab. Die schwache Erkältungssaison im Herbst 2025 bewirkte einen Rückgang von 3,2 Prozent in der Offizin und im Apothekenversandhandel bei verkauften Packungen gegen Husten, Schnupfen und Atemwegsinfekte. Übrigens verzeichnete diese Kategorie auch im Mass Market ein Minus von 1,6 Prozent.
Andererseits konnten sich Hersteller von Vitaminen und Mineralstoffen im vergangenen Jahr freuen, da diese Kategorie in der Apotheke um 7,5 Prozent zulegte. Insgesamt ging der Absatz im Jahr 2025 um ein Prozent zurück, in der Offizin-Apotheke stärker als im Versandhandel.
Graphik 3: Umsatzentwicklung von OTC-Arzneimitteln und Nichtarzneimitteln in 2023 - 2025 (Umsatz in Mio. Euro, Veränderungen ggü. dem Vorjahr in %)
"Das OTC-Segment zeigt im Jahr 2025 Licht und Schatten. Wir beobachten und analysieren die Entwicklungen sehr genau. Unser klares Bekenntnis zur Apotheke vor Ort steht fest. Besonders freut mich, dass die Mineralstoffe und Vitamine so erfolgreich über die Apotheke vertrieben werden. Denn das unterstreicht, dass sich der Longevity-Trend auch hier niederschlägt", sagt Anja Klauke, Geschäftsfeldleiterin Selbstmedikation beim BPI.
Insgesamt konnte sich die Apotheke vor Ort nach Umsatz im Segment für verschreibungsfreie Arzneimittel absolut steigern - beim Absatz ist sie jedoch prozentual rückläufig. Der Apothekenversandhandel konnte 2025 seinen positiven Trend sowohl beim Umsatz als auch Absatz fortsetzen.
Graphik 4: Anteil der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel am Gesamtmarkt in Deutschland 2025 (Absatz in Mio. Packungen, Anteil in %)
Über die "OTC-Daten 2026"
Die BPI "OTC-Daten 2026" bilden aktuelle Marktentwicklungen ab. Die Broschüre vereint Absatz- und Umsatzentwicklungen einzelner OTC-Produktsparten mit umfassenden Analysen zur Branchenstruktur. Grafiken, Zahlen und Fakten präsentieren relevante Informationen über OTC-Marktsegmente im kompakten Format.
Neben den " Pharma-Daten" und den " AMNOG-Daten" sind die " OTC-Daten" ein weiteres BPI-Periodikum mit eigenem Themenschwerpunkt. Die kostenfreie Branchenbroschüre erscheint einmal im Jahr.
Die BPI OTC-Daten können Sie über die BPI-Homepage herunterladen oder als Printversion vorbestellen.
Pressekontakt:
Hermann Hofmann, Tel. 0172 3526032, presse@bpi.de
Original-Content von: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie übermittelt durch news aktuell
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