Immobilien, VerbÀnde

Wohnimmobilienmarkt 2026: Preise steigen wieder - Eigentum bleibt vielerorts schwer erreichbar

01.07.2026 - 11:35:41 | presseportal.de

Berlin - Die Preise fĂŒr selbstgenutzte Wohnimmobilien setzen ihren AufwĂ€rtstrend fort. In seiner aktuellen Immobilienstudie rechnet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) fĂŒr das Gesamtjahr 2026 mit einem moderaten Preisanstieg um rund drei Prozent. Zugleich bleibt der Wohnungsmarkt angespannt: Aufgrund rĂŒcklĂ€ufiger Wohnungsfertigstellungen wird der Wohnraumbedarf in diesem Jahr voraussichtlich nur zu rund 58 Prozent gedeckt. Hinzu kommt, dass neuer Wohnraum nicht immer dort entsteht, wo er besonders dringend gebraucht wird. WĂ€hrend in Ballungszentren weiterhin zusĂ€tzliche Wohnungen fehlen, kĂ€mpfen lĂ€ndliche und demografisch rĂŒcklĂ€ufige Regionen teils mit Leerstand.

Wohnimmobilienmarkt 2026: Preise steigen wieder - Eigentum bleibt vielerorts schwer erreichbar - Bild: presseportal.de
Wohnimmobilienmarkt 2026: Preise steigen wieder - Eigentum bleibt vielerorts schwer erreichbar - Bild: presseportal.de

"Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode bereits wichtige Schritte auf den Weg gebracht, um Bauen zu beschleunigen und zu vereinfachen", sagt BVR-PrĂ€sidentin Marija Kolak. "Dazu zĂ€hlen der Bau-Turbo, der Regierungsentwurf fĂŒr ein Baugesetzbuch-Upgrade und die Bestrebungen fĂŒr ein GebĂ€udetyp-E-Gesetz. Auch der 13-Punkte-Plan von Bundesbauministerin Verena Hubertz zur Senkung der Baukosten geht in die richtige Richtung. Entscheidend ist nun, dass diese Maßnahmen zĂŒgig umgesetzt werden und Investitionen in neuen Wohnraum erleichtern. Zugleich mĂŒssen die Kaufnebenkosten sinken, damit wieder mehr Familien mit mittlerem und niedrigem Einkommen Wohneigentum erwerben können. Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer sind dafĂŒr dringend nötig - etwa durch einen Freibetrag, einen niedrigeren Steuersatz bei Selbstnutzung oder eine gezielte Freistellung fĂŒr junge Familien", so Kolak weiter.

Auch die Finanzierungsseite mĂŒsse stĂ€rker in den Blick genommen werden, betont Kolak: "Eine angemessene Regulierung ist wichtig. Sie darf die Finanzierung von Wohneigentum und Wohnungsbau aber nicht unnötig erschweren. Eine Überhitzung am Wohnimmobilienmarkt ist derzeit nicht erkennbar. Die Banken sind gut kapitalisiert, die Kreditstandards hoch und Risiken werden bereits wirksam gesteuert. Deshalb sollten zusĂ€tzliche makroprudenzielle Belastungen vermieden und bestehende SpielrĂ€ume zur Entlastung genutzt werden. Mehr Finanzierungsspielraum bei den Banken erhöht die Möglichkeit, Kredite dort bereitzustellen, wo sie dringend gebraucht werden - ohne die StabilitĂ€t des Bankensektors zu gefĂ€hrden."

Der BVR-Studie zufolge haben sich die Immobilienpreise in vielen Regionen Deutschlands stĂ€rker erhöht als die verfĂŒgbaren Einkommen. Bundesweit sind die Preise fĂŒr selbstgenutztes Wohneigentum seit 2018 um rund sieben Prozent stĂ€rker gestiegen als die Einkommen. Besonders ungĂŒnstig fĂ€llt die Entwicklung unter anderem im SĂŒden Deutschlands, im Berliner Umland sowie in Teilen Nord- und Westdeutschlands aus.

Eine Grafik steht in der Pressebilddatenbank auf www.bvr.de zum Download bereit.

Der aktuelle BVR-Konjunkturbericht ist auf www.bvr.de im Bereich Publikationen, Volkswirtschaft verfĂŒgbar.

Pressekontakt:

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)
Melanie Schmergal, Abteilungsleiterin Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit / Pressesprecherin
Telefon: (030) 20 21-13 00, presse@bvr.de, www.bvr.de

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