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ZÀhe KoalitionsgesprÀche - Union und SPD hoffen auf 'Schlusskurve'

04.04.2025 - 14:20:54

BERLIN - Ein erfolgreicher Abschluss der zÀhen Koalitionsverhandlungen von Union und SPD ist trotz schrittweiser Fortschritte auch bei schwierigen Themen noch nicht absehbar.

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BERLIN (dpa-AFX) - Ein erfolgreicher Abschluss der zĂ€hen Koalitionsverhandlungen von Union und SPD ist trotz schrittweiser Fortschritte auch bei schwierigen Themen noch nicht absehbar. Gleichwohl ist die von CDU-Chef Friedrich Merz am Abend der Bundestagswahl geĂ€ußerte Forderung, bis Ostern einen fertigen Koalitionsvertrag unter Dach und Fach zu haben, noch machbar.

Es gebe auf allen Seiten die Bereitschaft, "langsam in eine Schlusskurve zu biegen", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt vor einer weiteren Beratungsrunde in der SPD-Zentrale in Berlin. Aus Teilnehmerkreisen war zu hören, dass die GesprĂ€che am Samstag und auch am Montag fortgefĂŒhrt werden. Hinter den Kulissen werden weitere Tage darĂŒber hinaus fĂŒr sehr wahrscheinlich gehalten - genau wie eine Einigung in der kommenden Woche.

"Noch ordentliches StĂŒck Weg zu gehen"

"Wir kommen voran", sagte SPD-Vize und Sozialminister Hubertus Heil der Deutschen Presse-Agentur. Der CDU-UnterhĂ€ndler Thorsten Frei rechnet gleichwohl damit, dass sich die Verhandlungen bis in die nĂ€chste Woche ziehen: "Es ist noch ein ordentliches StĂŒck Weg zu gehen. Und deswegen gehe ich davon aus, dass wir in die nĂ€chste Woche gehen."

In der Regel mĂŒssen die besonders strittigen Fragen immer in kleinen Runden von den Parteichefs selbst geeint werden. Dazu muss die große Verhandlungsrunde jeweils unterbrochen werden.

Keine CDU-Vorstandssitzung am Montag

Die Verhandlungen wirbeln derweil auch parteiinterne Termine durcheinander. Am Montag sollen keine Sitzungen der CDU-Spitzengremien stattfinden, wie aus der Parteizentrale bestĂ€tigt wurde. Nach Berichten der "Rheinischen Post" und der "SĂŒddeutschen Zeitung" wurde eine Vorstandssitzung mit Verweis auf die laufenden Koalitionsverhandlungen abgesagt - zum Ärger einiger in der CDU.

Beide Seiten von Union und SPD sprachen aber von Fortschritten in den Verhandlungen. "Wir bewegen uns aufeinander zu", sagte Frei, der Parlamentarischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag ist. "Es geht jetzt im Grunde darum, dass wir die Stolpersteine aus dem Weg rĂ€umen."

Dobrindt: Dank viel Dynamik konnten bereits Dinge gelöst werden

Dobrindt sagte, dass am Donnerstag "sehr viel Dynamik im Raum" gewesen sei und "Dinge miteinander gelöst werden konnten". Er gehe deswegen davon aus, "dass wir jetzt am heutigen Tag und am Wochenende große Fortschritte machen werden". Am Samstag wolle man "ein paar knifflige Aufgaben" angehen, denn noch immer stĂŒnden "große Aufgaben" vor den Verhandlern.

Schwierige Finanzlage erschwert Debatte zusÀtzlich

Besonders erschwert werden die Verhandlungen abseits inhaltlicher Differenzen auch fortwĂ€hrend durch die angespannte Finanzlage des Bundes. Gleiches gilt fĂŒr die nicht absehbaren Folgen der jĂŒngsten ZollankĂŒndigungen von US-PrĂ€sident Donald Trump mit Folgen auch fĂŒr die exportstarke deutsche Wirtschaft. Union und SPD setzen auf eine schnelle Erholung der deutschen Wirtschaft, um die vielen teuren Projekte umsetzen zu können.

"Es geht heute vor allem um inhaltliche Themen, aber natĂŒrlich muss man zum Inhalt auch immer die Finanzen haben", sagte Mecklenburg-Vorpommerns SPD-MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig. Zwar erwarte auch sie, dass Verhandlungen weiter vorankĂ€men, erklĂ€rte aber auch, dass es durchaus auch weiterhin schwierig sei.

@ dpa.de