BPI setzt sich fĂŒr ein gesundes und versorgungsstarkes Europa ein
06.06.2024 - 09:56:44"In Deutschland hat die Bundesregierung mit dem Medizinforschungsgesetz, das heute in erster Lesung im Bundestag diskutiert wird, die Weichen gestellt fĂŒr die StĂ€rkung des Forschungsstandortes", so Joachimsen. "Kernpunkt sind einfachere Genehmigungsverfahren bei klinischen PrĂŒfungen, die wir als BPI schon lange gefordert haben. Allerdings mĂŒssen jetzt auch noch die AMNOG-Leitplanken und der Kombinationsabschlag korrigiert beziehungsweise zurĂŒckgenommen werden. Ein starker Forschungsstandort Deutschland und eine sichere und vielfĂ€ltige Versorgung sind fĂŒr ganz Europa ein Gewinn."
FĂŒr die pharmazeutische Industrie ist ein starkes Europa von besonderer Bedeutung. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) nennt fĂŒnf wesentliche GrĂŒnde, warum ein geeintes Europa fĂŒr die Branche unverzichtbar ist:
1. Forschung und Innovation: Gemeinsame europĂ€ische Forschungsprojekte und Förderprogramme sind essenziell fĂŒr den Fortschritt in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung. Durch die Zusammenarbeit ĂŒber Landesgrenzen hinweg können wissenschaftliche Ressourcen und Expertise gebĂŒndelt werden. Dies fĂŒhrt zu schnelleren und effizienteren Innovationsprozessen, die letztlich den Patienten zugutekommen. EuropĂ€ische Initiativen wie Horizon Europe bieten die notwendige finanzielle UnterstĂŒtzung und schaffen Netzwerke fĂŒr bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen.
2. Sicherstellung der Versorgung: Ein freier und integrierter Binnenmarkt ist entscheidend fĂŒr die zuverlĂ€ssige Versorgung mit Arzneimitteln in ganz Europa. Durch die Beseitigung von Handelsbarrieren und die Schaffung eines gemeinsamen Marktes wird sichergestellt, dass Medikamente schnell und effizient zu den Patienten gelangen. Dies ist besonders wichtig in Krisenzeiten, wie der COVID-19-Pandemie, wo eine reibungslose Versorgungskette Leben retten kann.
3. Regulatorische Harmonisierung: Einheitliche Standards und effiziente Verfahren innerhalb der EU erleichtern den Marktzugang fĂŒr neue Medikamente und garantieren hohe Sicherheits- und QualitĂ€tsstandards in Europa. Durch die regulatorische Harmonisierung werden Doppelarbeit und ineffiziente Prozesse vermieden, was die Geschwindigkeit erhöht, mit der neue Therapien den Markt erreichen. Ein einheitliches und effizientes regulatorisches Umfeld schafft zudem Vertrauen bei den Verbrauchern und sichert die QualitĂ€t der Gesundheitsversorgung.
4. WettbewerbsfĂ€higkeit: Ein starkes, vereintes Europa ermöglicht es der pharmazeutischen Industrie, ihre globale WettbewerbsfĂ€higkeit zu wahren. Durch europĂ€ische Kooperationen und Synergien können Unternehmen ihre StĂ€rken bĂŒndeln und innovative Lösungen entwickeln, die auf dem Weltmarkt konkurrenzfĂ€hig sind. Dies stĂ€rkt nicht nur den europĂ€ischen Pharmasektor, sondern auch die wirtschaftliche Position Europas insgesamt.
5. Nachhaltigkeit: Die gemeinsamen Anstrengungen der EU im Bereich Umwelt- und Klimaschutz fördern nachhaltige Produktions- und Lieferketten. Durch die Implementierung ökonomisch machbarer Umweltstandards und die Förderung nachhaltiger Praktiken in der Produktion von Arzneimitteln trÀgt Europa zur globalen Nachhaltigkeit bei.
"Der BPI ruft alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger dazu auf, am Sonntag zu wĂ€hlen", so Joachimsen. "Die Europawahl bietet die Chance, unsere Stimme fĂŒr ein starkes, vereintes und zukunftsorientiertes Europa abzugeben. Wir werden uns als die Stimme der gesamten Pharmaindustrie in Deutschland weiterhin fĂŒr eine starke europĂ€ische Zusammenarbeit und ein gesundes, nachhaltiges und wettbewerbsfĂ€higes Europa einsetzen.
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