Green Fuels und Hybridtechnik fĂŒrs Eigenheim / Zukunft der Ălheizung
26.04.2024 - 13:22:26"Das neue GEG ermöglicht es, zum Erreichen der Klimaziele auch erneuerbare flĂŒssige und gasförmige Brennstoffe zu nutzen", so Dr. Ernst-Moritz Bellingen, Leiter WĂ€rmemarkt bei en2x. "Das ist sinnvoll, denn bundesweit gibt es rund 5,1 Mio. Ălkessel und 650.000 FlĂŒssiggasheizungen - und diese GebĂ€ude lassen sich nicht alle ohne Weiteres auf einen anderen EnergietrĂ€ger wie Strom oder FernwĂ€rme umstellen." Das GEG verpflichtet Hausbesitzende jedoch, beim Einbau neuer Heizkessel fĂŒr flĂŒssige EnergietrĂ€ger nach einer Ăbergangsfrist erneuerbare Energien anteilig einzubinden. Das kann durch Hybridtechnik als Kombination aus Ăl- oder FlĂŒssiggas-Brennwertheizung und WĂ€rmepumpe erfolgen. Ebenso können die Vorgaben durch Einbau eines neuen BrennwertgerĂ€ts und den Einsatz von Brennstoffen mit dem erforderlichen Anteil erneuerbarer Komponenten erfĂŒllt werden. Dieser Anteil erhöht sich laut Gesetz im Laufe der Jahre schrittweise von 15 auf 65 Prozent. Ab 2045 werden dann 100 Prozent erneuerbare Energien Pflicht sein.
"FlĂŒssige Brennstoffe haben zahlreiche Vorteile. Vor allem die einfache individuelle Lagerung wird von vielen Kundinnen und Kunden geschĂ€tzt", so Bellingen. Ălheizungsanlagen, Tanks und weitere Heizungskomponenten, die das Green-Fuels-Ready-Label tragen, können bis zu 100 Prozent mit erneuerbaren flĂŒssigen Brennstoffen, also auch in Mischungen mit fossilen flĂŒssigen Brennstoffen, betrieben werden. "Dennoch macht es natĂŒrlich weiterhin Sinn, den Brennstoffbedarf zu senken." Dazu gehöre zumeist der Einbau von Hybridtechnik zur Nutzung von Umwelt- oder SolarwĂ€rme, aber auch eine verbesserte GebĂ€udedĂ€mmung - abhĂ€ngig vom jeweiligen Objekt. Beim Einsatz erneuerbarer Fuels könne kĂŒnftig auf eine bestehende und bewĂ€hrte Infrastruktur zurĂŒckgegriffen werden. Hier bestehe jedoch noch Optimierungsbedarf seitens des Gesetzgebers. "Bei Ălheizungen wird der Einsatz von Green Fuels bislang angerechnet, wenn sie exakt an jeden einzelnen Haushalt geliefert werden. Das ist kompliziert und verteuert unnötig die Belieferung. Besser wĂ€re es, wenn nicht jeder individuell bestellte erneuerbare Anteil ausgeliefert werden muss, sondern neben dieser physischen auch eine bilanzielle ErfĂŒllung ermöglicht wird. Dabei wird sichergestellt, dass die erneuerbare Menge, wie bei Erdgas und Strom, in den WĂ€rmemarkt eingebracht wird, unabhĂ€ngig von der einzelnen Lieferung." Mehr zu den Zukunftsperspektiven von Ălheizungen unter www.zukunftsheizen.de/heizung/aktuelles.
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