Schleswig-Holstein: Millionenschaden nach Sabotage an Gaspipeline
09.01.2024 - 06:53:39Nach vorlĂ€ufigen SchĂ€tzungen entstand durch die mutmaĂliche Sabotage ein Schaden von mindestens 1,6 Millionen Euro. Der oder die TĂ€ter verwendeten nach Ermittlungen des schleswig-holsteinischen Landeskriminalamts offenbar professionelle AusrĂŒstung - darunter kleinkalibrige Spezialbohrer. Die Löcher in der stĂ€hlernen Gasleitung seien von auĂen kaum zu erkennen gewesen, da sich der darĂŒber liegende KunststoffĂŒberzug nach dem Bohren wieder zusammengezogen habe, hieĂ es aus Sicherheitskreisen. Bekennerschreiben oder Warnungen vor der potenziell gefĂ€hrlichen Manipulation der Gasleitung hinterlieĂen die TĂ€ter offenbar nicht. Nach Informationen des "Spiegel" wurden die Löcher erst bei elektronischen Kontrollen der Röhren festgestellt und am 28. November der Polizei gemeldet. Wegen der mutmaĂlich vorsĂ€tzlichen BeschĂ€digung der Trasse, die zur "Kritischen Infrastruktur" der deutschen Energieversorgung zĂ€hlt, hat die Karlsruher Bundesanwaltschaft inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage eingeleitet. Das Verfahren richtet sich bislang gegen unbekannt. Laut "Spiegel" gab es bereits in der Vergangenheit Versuche, den Pipeline-Neubau zu sabotieren: Im April wurde in der NĂ€he der Ortschaft GroĂ Nordende ein angesĂ€gtes Rohrelement entdeckt; im August wurden Baumaschinen bei BĂŒttel im Kreis Steinburg schwer beschĂ€digt, wobei ein Sachschaden von rund 500.000 Euro entstand.


