Betriebsabkommen, Amtrak

Betriebsabkommen: Amtrak und Canadian National beenden Regulierungsstreit

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 01:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Canadian National und Amtrak legen einen über zehnjährigen US-Regulierungsstreit bei. Der Vertrag umfasst Pünktlichkeitsanreize und Sicherheitsmaßnahmen.

Canadian National und Amtrak beenden Streit mit Achtjahresvertrag
Weitläufige, leere Bahngleise, die in einer nebligen Landschaft in die Ferne führen. Illustration mit AI erstellt.

Die Bahngesellschaft Canadian National Railway und der US-Personenverkehrsanbieter Amtrak haben ein neues Betriebsabkommen für die Nutzung von Streckenabschnitten geschlossen.

Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von acht Jahren und regelt den Betrieb von Amtrak-Verkehren auf der Infrastruktur von Canadian National. Wie Finanzportale Mitte September 2026 übereinstimmend berichteten, schließt dieser Schritt eine langwierige juristische Auseinandersetzung zwischen beiden Unternehmen ab.

Ende eines langjährigen Regulierungsverfahrens

Das neue Abkommen wurde von den US-Tochtergesellschaften der Canadian National Railway – namentlich Illinois Central und Grand Trunk Western – sowie von Amtrak unterzeichnet. Damit endet ein über zehnjähriges Verfahren vor der zuständigen US-Aufsichtsbehörde Surface Transportation Board. Gegenstand des Verfahrens waren Streitigkeiten bezüglich mehrerer Zugverbindungen, darunter die Linien City of New Orleans, Illini/Saluki und Wolverine.

Die getroffene Einigung beendet zudem einen Streit, der sich über Jahrzehnte um Zugverspätungen, Probleme mit der Bahnausrüstung und verspätete Abfahrten drehte. Um zukünftige betriebliche Konflikte zu vermeiden, sieht der Vertrag künftig regelmäßige Prüfungen der Fahrpläne vor.

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Wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung ist die Einführung eines neuen Leistungsvergütungssystems. Dieses orientiert sich an den Pünktlichkeitsstandards der Federal Railroad Administration (FRA). Über das Modell sollen finanzielle Anreize für eine verlässliche Einhaltung der Fahrpläne im gemeinsamen Betrieb gesetzt werden.

Zusätzlich sieht die Vereinbarung vor, an Bahnübergängen sogenannte OSE-Technologie einzusetzen. Die Finanzierung dieser technischen Umrüstungen erfolgt den Angaben zufolge durch die FRA, um Sicherheitsstandards und Betriebsabläufe an den betroffenen Kreuzungspunkten zu verbessern.

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Canadian National, an den Börsen in Toronto und New York gelistet (TSX: CNR, NYSE: CNI), zählt zu den bedeutendsten Güterbahnen Nordamerikas. Das Unternehmen befördert jährlich rund 300 Mio. Tonnen Fracht auf einem Streckennetz von rund 20.000 Meilen. Die Nutzung dieser Trassen durch den Personenverkehr erforderte daher wiederholt Abstimmungen hinsichtlich Kapazitäten und Vorrangregelungen.

Am Tag der Berichterstattung über den Vertragsabschluss reagierten die Wertpapiere des Konzerns im Handelsverlauf mit leichten Verlusten. Nach Berichten vom 16. September 2026 notierte die Aktie von Canadian National zunächst bei 167,46 CAD mit einem Minus von 1,26 Prozent, sank im weiteren Verlauf auf 167,03 CAD (minus 1,52 Prozent) und lag zeitweise bei 166,70 CAD, was einem Rückgang von 1,71 Prozent entsprach.

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