Bewerbung, Dankesschreiben

Bewerbung: Dankesschreiben erhöht Antwortquote auf 62 Prozent

14.06.2026 - 16:34:44 | boerse-global.de

Studie belegt: Ein professionelles Dankesschreiben nach dem Vorstellungsgespräch erhöht die Antwortquote signifikant und signalisiert anhaltendes Interesse.

Bewerbungsgespräch: Dankesschreiben steigert Erfolgschancen deutlich
Bewerbung - Hände tippen eine Dankes-E-Mail auf einem Laptop nach einem Vorstellungsgespräch, mit einer Tasse Kaffee auf einem Schreibtisch. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ein Fehler, wie Experten Mitte Juni 2026 betonen. Die Phase unmittelbar nach dem Gespräch kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden – und ein professionelles Dankesschreiben ist dabei der wirkungsvollste Hebel.

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Höflichkeit zahlt sich aus

Dass sich gute Manieren direkt in messbare Erfolge übersetzen lassen, zeigen Analysen des Unternehmens Boomerang. Für die Untersuchung wurden rund 350.000 E-Mail-Verläufe ausgewertet. Das Ergebnis: E-Mails mit einem dankbaren Abschluss erzielten eine Antwortquote von 62 Prozent. Ohne einen solchen Zusatz lag die Rate bei nur 46 Prozent.

Besonders effektiv: Die Formulierung, sich bereits im Voraus zu bedanken. Sie erreichte eine Antwortquote von 65,7 Prozent.

Die Zahlen decken sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Eine Studie der Forscher Grant und Gino aus dem Jahr 2010 zeigte bereits damals: Ein einfacher Ausdruck des Dankes verdoppelt die Hilfsbereitschaft des Empfängers. Im Bewerbungskontext signalisiert ein solches Schreiben nicht nur gute Manieren – es unterstreicht auch das anhaltende Interesse an der Position.

Das richtige Verhalten nach dem Termin

Neben dem Dankesschreiben spielt das Verhalten während und nach dem Gespräch eine wesentliche Rolle. Kommunikationsexperten wie Phillipp Gründel, Karsten Noack und Pablo Galan von Page Personnel betonen: Authentizität und gründliche Vorbereitung sind entscheidend. Dazu gehört auch die Recherche der Gesprächspartner auf LinkedIn oder Xing vor dem Treffen.

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Sobald die Zusage erfolgt ist, rückt die rechtliche Absicherung des neuen Verhältnisses in den Fokus. Damit Sie genau wissen, welche Klauseln seit der Änderung des Nachweisgesetzes zwingend enthalten sein müssen, bietet dieser Gratis-Report wertvolle Orientierungshilfe. Kostenlosen Ratgeber zu rechtssicheren Arbeitsverträgen herunterladen

Nach dem Gespräch sollten Bewerber jedoch nicht in Passivität verfallen. Die Devise lautet: aktiv bleiben und sich weiter auf andere Stellen bewerben – bis ein unterzeichneter Arbeitsvertrag vorliegt. Sollte die vereinbarte Rückmeldefrist verstreichen, gilt eine freundliche Nachfrage nach etwa zwei bis drei Werktagen als professionell.

Netzwerken als Karriere-Beschleuniger

Der moderne Arbeitsmarkt verlangt Dynamik in der Kontaktanbahnung. Ein Fall aus dem Jahr 2024 verdeutlicht, wie wichtig Ausdauer und Netzwerkstrategien sind: Ein Manager sicherte sich seine Position bei Angi, nachdem er über 1.200 Kontaktanfragen auf LinkedIn verschickt und rund 150 Gespräche sowie 20 Vorstellungsgespräche geführt hatte. Wesentlich für diesen Erfolg: persönliche Nachrichten und konsequentes Nachfassen.

Quereinstieg: Chance mit Strategie

Aktuelle Marktdaten zeigen eine hohe Offenheit der Arbeitgeber für unkonventionelle Lebensläufe. Rund 64 Prozent der Unternehmen suchen gezielt nach Quereinsteigern. 77 Prozent passen ihre Auswahlkriterien entsprechend an. Das bietet besonders in Branchen wie IT, Vertrieb oder Pflege große Chancen.

Experten raten Quereinsteigern jedoch: Den Begriff im Anschreiben lieber umschreiben, statt ihn explizit als Selbstbezeichnung zu verwenden. Dass sich dieser Weg lohnt, zeigt die Zufriedenheit in dieser Gruppe: Etwa 74 Prozent der Beschäftigten, die einen Quereinstieg vollzogen haben, sind mit ihrer beruflichen Situation zufrieden. Das Durchschnittsgehalt liegt bei rund 35.900 Euro.

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