USA testen Kaution fĂŒr Einreise aus bestimmten LĂ€ndern
05.08.2025 - 11:32:05 | dpa.de
Die US-Regierung will kĂŒnftig fĂŒr die Einreise von Touristen und GeschĂ€ftsreisenden aus einigen LĂ€ndern eine Kaution in Höhe von bis zu 15.000 Dollar (etwa 13.000 Euro) verlangen. Damit solle sichergestellt werden, dass Einreisende «die Bedingungen ihrer Visa einhalten und die USA rechtzeitig verlassen», hieĂ es in einer Mitteilung im US-Bundesregister. Nicht betroffen seien Besucher aus Staaten des sogenannten Visa Waiver Program (VWP). Zu dessen 42 Mitgliedern gehört neben den meisten EU-Staaten auch Deutschland.Â
Die MaĂnahme tritt den Angaben zufolge am 20. August in Kraft und wird zunĂ€chst im Rahmen eines knapp einjĂ€hrigen Pilotprojektes getestet. Eine Sprecherin des AuĂenministeriums zufolge gilt die neue Regelung zunĂ€chst fĂŒr Menschen aus den afrikanischen LĂ€ndern Malawi und Sambia mit GeschĂ€fts- oder Touristenvisum - diese mĂŒssen dann eine entsprechende Kaution hinterlegen.
Ins Visier genommen sollen frĂŒheren Angaben zufolge Besucher aus LĂ€ndern, die eine hohe Rate an Visa-Ăberziehungen aufweisen. In einem Bericht des Heimatschutzministeriums von 2023 wurden als solche etwa der Tschad, Eritrea, Myanmar, Jemen und Haiti aufgefĂŒhrt.
Kein Geld zurĂŒck bei VerstöĂen
Die Höhe der Kaution liegt nach Angaben der US-Regierung im Ermessen der zustĂ€ndigen Konsularbeamten. Möglich seien BetrĂ€ge in Höhe von 5.000, 10.000 oder 15.000 Dollar. Wer gegen die Bedingungen seines Visums verstoĂe, erhalte den gezahlten Betrag nicht zurĂŒck. Einbehaltene Kautionen könnten dann genutzt werden, um Kosten der US-Regierung fĂŒr Ausweisungsverfahren zu decken, hieĂ es.
US-PrĂ€sident Donald Trump will rigoros gegen Einwanderer vorgehen, die auf illegalem Weg ins Land kommen oder sich bereits ohne gĂŒltigen Aufenthaltsstatus in den USA aufhalten. Bereits wĂ€hrend seiner ersten Amtszeit hatte er 2020 ein Pilotprogramm zur Erhebung von Kautionen auf Visa angekĂŒndigt. Aufgrund des RĂŒckgangs im weltweiten Reiseverkehr wĂ€hrend der Corona-Pandemie wurde dieses jedoch nicht umgesetzt.
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