Staaten, Frist

Meiste Staaten reißen Frist fĂŒr neue KlimaplĂ€ne - auch EU

10.02.2025 - 14:12:40

Bis zu diesem Montag mussten die Staaten der Welt bei den Vereinten Nationen eigentlich PlÀne einreichen, was sie konkret bis 2035 in Sachen Klimaschutz vorhaben - doch die allermeisten LÀnder haben dies versÀumt.Auf der offiziellen Seite des UN-Klimasekretariats waren zum Ablauf der Frist am 10.

Bis zu diesem Montag mussten die Staaten der Welt bei den Vereinten Nationen eigentlich PlÀne einreichen, was sie konkret bis 2035 in Sachen Klimaschutz vorhaben - doch die allermeisten LÀnder haben dies versÀumt.

Auf der offiziellen Seite des UN-Klimasekretariats waren zum Ablauf der Frist am 10. Februar neben KlimaschutzplĂ€nen Großbritanniens, der Schweiz, der USA lediglich einzelne PlĂ€ne kleinerer Staaten hinterlegt - etwa aus Afrika oder SĂŒdamerika. Den US-Plan hatte Ex-PrĂ€sident Joe Biden noch kurz vor Ende seiner Amtszeit vorgelegt - er ist mit dem angestrebten Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen unter PrĂ€sident Donald Trump quasi hinfĂ€llig.

SĂ€umige LĂ€nder sorgen fĂŒr mehr als 80 Prozent der Emissionen

Einer Analyse des Fachportals "Carbon Brief" zufolge sind die sĂ€umigen LĂ€nder fĂŒr mehr als 80 Prozent der weltweiten Emissionen klimaschĂ€dlicher Treibhausgase verantwortlich. Unter ihnen sind etwa China und Indien, aber auch die EU.

UN-Klimachef Simon Stiell hatte die Staaten bereits dazu aufgerufen, spĂ€testens bis September die fehlenden PlĂ€ne nachzureichen. Kurz vor der nĂ€chsten Weltklimakonferenz im November berechnen die Vereinten Nationen anhand der PlĂ€ne, wie groß die LĂŒcke ist, die zwischen den geplanten Maßnahmen und den international vereinbarten Zielen zur Begrenzung der ErderwĂ€rmung klafft.

Staaten weit ab vom Kurs - Risiko wird grĂ¶ĂŸer

Die nationalen KlimaplÀne sind ein zentrales Element des Pariser Klimaschutzabkommens, das dieses Jahr zehnjÀhriges JubilÀum feiert. Bei der Klimakonferenz in Paris hatten die Teilnehmerstaaten 2015 beschlossen, dass der Anstieg der durchschnittlichen Temperatur auf der Erde möglichst auf 1,5 Grad, zumindest aber auf deutlich unter 2 Grad begrenzt werden soll, im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Von diesem Pfad, der die katastrophalsten Klimafolgen verhindern soll, ist man aktuell weit entfernt.

"Viele Staaten verhalten sich noch abwartend und taktierend", kritisiert Experte Petter LydĂ©n von der Umweltorganisation Germanwatch. "Dabei ist die LĂŒcke zwischen den bisherigen Klimaverpflichtungen der LĂ€nder und dem, was fĂŒr das Einhalten der Pariser Ziele nötig ist, sehr groß. Wenn sich das nicht zĂŒgig Ă€ndert, steigt das Risiko betrĂ€chtlich, in eine eskalierende Klimakrise hineinzugeraten."

@ dpa.de