Zukunftsweisende HochhÀuser aus Holz: Woodscraper in Wolfsburg schaffen bezahlbaren Lebensraum
08.04.2024 - 17:16:22Als Bauherrin hat die sozial-ökologische GLS Bank zwei weitere Initiatoren an ihrer Seite: die Berliner Architekten Partner und Partner, die die zirkulĂ€ren Woodscraper entworfen haben, sowie UGK, die Unternehmensgruppe Krebs, ebenfalls aus Berlin, die fĂŒr nachhaltige Projektentwicklungen steht.
In Wolfsburg feierten die drei Partner heute einen entscheidenden Schritt in ihrem Projekt. Dennis Weilmann, OberbĂŒrgermeister der Stadt Wolfsburg, ĂŒberreichte ihnen die Baugenehmigung fĂŒr die Woodscraper. Die beiden zwölfgeschossigen HochhĂ€user in Holzbauweise entstehen im neuen nachbarschaftlich orientierten Wohngebiet "Hellwinkel Terrassen". Es liegt etwa 1,5 km vom Stadtzentrum entfernt, ist zu FuĂ und mit dem Rad gut angebunden und wird zudem an eine Buslinie angeschlossen. In direkter Umgebung gibt es NaherholungsflĂ€chen.
"Klimaschutz muss sozial gerecht sein. Das bedeutet fĂŒr den Wohnsektor: Neue GebĂ€ude mĂŒssen soziale Vielfalt unterstĂŒtzen und einen sicheren Lebensraum bieten. Fester Bestandteil unserer Strategie ist daher, dass die Wohnungen in den Woodscrapern nachhaltig und bezahlbar sind. Wir haben also die BedĂŒrfnisse der Umwelt und der Menschen im Blick", sagt AndrĂ© Meyer, Leiter des Bereichs Nachhaltige Immobilien bei der GLS Bank.
106 Wohneinheiten entstehen in den Woodscrapern, 102 davon sind barrierefrei. Die Wohnungen richten sich an alle Generationen und an Familien. Geplant ist auch ein anteiliger sozialer Wohnungsbau mit niedrigen Mieten. Im Erdgeschoss entsteht ein CafĂ©, auf dem Dach eine Terrasse fĂŒr alle Bewohner*innen, der AuĂenbereich erhĂ€lt GemeinschaftsflĂ€chen.
Ăber ihren gesamten Lebenszyklus sollen die GebĂ€ude mehr CO2 binden als emittieren - dafĂŒr sorgt vor allem die Strategie des zirkulĂ€ren Bauens, also die Idee, Baumaterialien langfristig in einem Verwendungskreislauf zu halten, statt MĂŒll zu produzieren. "Wir wollen ein GebĂ€ude, das bei Bedarf einfach umgebaut werden kann und das sich am Ende seiner Lebensdauer, in seine einzelnen Elemente zerlegen lĂ€sst. Diese können zum Beispiel zum Bau neuer GebĂ€ude verwendet werden. So entsteht auf Dauer sehr viel weniger MĂŒll, weil das GebĂ€ude als eine Art Materialbank funktioniert", erklĂ€rt Klaus GĂŒnter, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des ArchitekturbĂŒros Partner und Partner. Zur Klimaschutz-Strategie zĂ€hlen auĂerdem begrĂŒnte DĂ€cher, Photovoltaik, Geothermie und WĂ€rmerĂŒckgewinnung aus SanitĂ€r-Abluft.
"Ein Leuchtturmprojekt fĂŒr klimaschonendes und soziales Wohnen", ergĂ€nzt Christoph Weber, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Projektgesellschaft. "Mit ihrem Immobilienprojekt leitet die GLS Bank den Wandel fĂŒr zukunftsweisendes Wohnen konkret ein".
Der Bau der Wolfsburger Woodscraper beginnt voraussichtlich im Mai 2024. Das Bauprojekt wird von einer Forschungsgruppe begleitet, die Erfahrungen und Erkenntnisse zur zirkulÀren Holzbauweise sammeln wird. Die Forscherinnen und Forscher möchten damit die Nachahmung solcher Projekte vereinfachen, insbesondere was die Demontierbarkeit der verwendeten Baumaterialien angeht.
"Die Woodscraper sind fĂŒr uns ein wegweisendes Bauprojekt fĂŒr die Schaffung von nachhaltigem, bezahlbarem und gesundem Wohnraum fĂŒr alle Alters- und Einkommensgruppen. Ich freue mich sehr, dass wir zusammen mit der GLS Bank und Partner und Partner diese Zukunftsvision nun realisieren und damit zur sozialvertrĂ€glichen Transformation der Immobilienbranche hin zur KlimaneutralitĂ€t einen wichtigen Beitrag leisten", sagt Sven SchmittbĂŒttner von UGK.
Website: www.woodscraper.de
Ăber die GLS Bank:
Die GLS Bank wurde 1974 in Bochum gegrĂŒndet. Mit 366.000 Kund*innen (Stand 31.12.2023) ist sie die Ă€lteste und gröĂte nachhaltige Bank Deutschlands. Die Bank finanziert nur sozial-ökologische Projekte und Unternehmen. Die Einlagen der Gemeinschaft flieĂen in Kredite fĂŒr Erneuerbare Energien, ErnĂ€hrung, nachhaltige Wirtschaft, Wohnen, Bildung und Kultur sowie Soziales und Gesundheit.
Am 1. & 2. Juni 2024feiert die GLS Bank ihr 50-jÀhriges Bestehen in der Bochumer Jahrhunderthalle. An zwei Tagen bieten wir ein Festival, eine Messe und zahlreiche Workshops rund ums sozial-ökologische Leben. Kommen Sie vorbei!
Ăber Partner & Partner:
GegrĂŒndet von den beiden GeschĂ€ftsfĂŒhrern Klaus GĂŒnter und Jörg Finkbeiner spezialisiert sich das BĂŒro seit knapp 20 Jahren auf nachhaltiges Bauen nach dem Kreislaufprinzip "Cradle-to-Cradle". Ihre Projekte erhielten bislang renommierte Auszeichnungen wie den Deutschen Nachhaltigkeitspreis und den Bundespreis Ecodesign. Die rund 40 Architektinnen und Architekten arbeiten in BĂŒros in Berlin und Baiersbronn im Schwarzwald.
Ăber die Unternehmensgruppe Krebs:
Die in Berlin ansĂ€ssige Unternehmensgruppe Krebs (UGK) befasst sich bereits in der dritten Generation mit gesellschaftlich relevanten Aufgabenstellungen im Bereich der Entwicklung von Quartieren und GebĂ€uden. Das Team aus jungen und erfahrenen Entwicklern und Architekten entwickelte u.a. die weltweit erste AutobahnĂŒberbauung, politisch gewĂŒrdigte und prĂ€mierte Demonstrationsvorhaben in den Bereichen Integration, Inklusion und Generationenwohnen, denkmalgeschĂŒtzte Industrie-Areale, sozio-kulturelle Quartiere und Smart Cities.
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