Die neue EU-Verordnung zur Verpackungs- und Abfallreduzierung - Herausforderungen und Chancen fĂŒr die Industrie
02.05.2024 - 09:12:27 | presseportal.de
Die Verabschiedung der "Packaging and Packaging Waste Regulation" (PPWR) durch das EuropĂ€ische Parlament am 24. April stellt einen wichtigen Schritt zur Schaffung EU-weiter Standards zur Reduzierung von VerpackungsabfĂ€llen dar. Die Auswirkungen werden vor allem fĂŒr Verpackungsunternehmen kurz- bis mittelfristig spĂŒrbar sein.
Die PPWR umfasst einen bunten StrauĂ von Zielen
Auf 325 Seiten prÀsentiert die PPWR eine Vielzahl neuer Regelungen. Generell zielt die Verordnung darauf ab, den stetig wachsenden Verpackungsabfall in der EU zu reduzieren, die Regeln des Binnenmarktes zu harmonisieren und die Kreislaufwirtschaft zu stÀrken.
Die vorgesehenen MaĂnahmen reichen von der Erhöhung der Recyclingquoten ĂŒber die BeschrĂ€nkung von Chemikalien in Verpackungsmaterialien bis hin zu weiteren Verboten von Einwegplastik in definierten Produktkategorien. Die EU-Mitgliedsstaaten sind zudem dazu aufgefordert, Wiederverwendungs- und NachfĂŒllmöglichkeiten fĂŒr Verbraucher zu fördern und sicherzustellen, dass bis zum Jahr 2029 90 Prozent der EinweggetrĂ€nkebehĂ€lter aus Kunststoff und Metall gesammelt werden.
Implikationen fĂŒr Unternehmen
Die Implikationen sind vielfĂ€ltig, aber insgesamt lĂ€sst sich sagen: Einen wirklichen Big Bang wird es nicht geben. Vielmehr ist davon auszugehen, dass fĂŒr viele Unternehmen eine kontinuierliche Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit angestoĂen beziehungsweise beschleunigt wird. FĂŒr Unternehmen ergibt sich daraus die Notwendigkeit, sich intensiv mit den Auswirkungen auf die jeweilige Branche auseinanderzusetzen.
Welche Segmente werden gewinnen, welche eher verlieren?
Voraussetzung dafĂŒr ist eine klare Definition der aktuellen und möglichen neuen Zielsegmente (Where to play?) und deren VerknĂŒpfung mit einer klaren Strategie (How to win?). Neben einer zielgerichteten Markt- und Kundensegmentierung erfordert dies unter UmstĂ€nden auch eine Anpassung der eigenen Wertpositionierung und mitunter des gesamten Operating Models. Auch kurzfristig empfiehlt sich fĂŒr Unternehmen, schnell zu handeln - die Kommerzialisierung von Nachhaltigkeitsaspekten wird mit zunehmender Standardisierung schwieriger werden.
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