BP-Raffinerie Gelsenkirchen: Verkauf an Klesch-Gruppe vollzogen
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 00:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Energiekonzern BP hat den Verkauf seiner Raffinerie in Gelsenkirchen an die Klesch-Gruppe abgeschlossen. Der Eigentümerwechsel wurde am 3. August vollzogen.
Belegschaft wechselt zum neuen Betreiber
Mit dem Verkauf gehen auch die Mitarbeiter der Raffinerie auf die Klesch-Gruppe über. Der neue Eigentümer übernimmt neben den Sachanlagen auch die damit verbundenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Branchenbeobachter von Barclays bezifferten die übernommenen Verbindlichkeiten zuletzt auf 1,3 bis 1,7 Milliarden US-Dollar.
Für die Belegschaft bedeutet der Schritt den Wechsel zu einem auf industrielle Anlagen spezialisierten Betreiber. BP reduziert damit seine Präsenz im deutschen Raffinerie-Sektor deutlich, bleibt aber am Standort Lingen aktiv. Weltweit behält der Konzern fünf weitere Raffinerien.
Milliarden-Entlastung für die Bilanz
Die Anlage in Gelsenkirchen zählt mit einer Verarbeitungskapazität von rund 12 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr – etwa 265.000 Barrel täglich – zu den bedeutendsten Raffinerien der Region. Durch die Veräußerung erwartet BP eine Entlastung der operativen Kosten um schätzungsweise eine Milliarde US-Dollar. Zugleich soll der freie Cashflow des Konzerns gestärkt werden.
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Der Verkauf ist Teil einer umfassenden Portfolio-Optimierung unter CEO Meg O'Neill. Das Desinvestitionsprogramm hat ein Gesamtvolumen von 20 Milliarden US-Dollar. Bis 2027 will BP die jährlichen operativen Ausgaben um 6,5 bis 7,5 Milliarden US-Dollar senken.
Die Trennung von kapitalintensiven Großanlagen gilt als zentraler Baustein, um Renditeziele zu erreichen und Mittel für andere Geschäftsbereiche freizusetzen. Der Standort Gelsenkirchen firmiert nun unter neuer Führung.
