Höchster, Alarm

Höchster Alarm - Regierungschef fÀhrt ins Hochwassergebiet

25.09.2024 - 06:30:09

Brandenburgs MinisterprÀsident Dietmar Woidke fÀhrt am Nachmittag in die Hochwassergebiete im Osten Brandenburgs.

Dort steigen die WasserstÀnde der Oder weiter. Bereits am Dienstagabend war erstmals in der derzeitigen Hochwasserlage die höchste Alarmstufe 4 erreicht worden - am Pegel bei Ratzdorf (Oder-Spree-Kreis).

Woidke will sich am Ufer dieses alten Fischerortes aber auch im nahe gelegenen EisenhĂŒttenstadt ĂŒber die Situation informieren. Auch dort wurde in der Nacht die höchste Alarmstufe erreicht. Wegen des Oder-Hochwassers stehen erste Straßen und GĂ€rten unterhalb der Altstadt unter Wasser. Feuerwehren und andere Hilfsorganisation sind im Einsatz, um Flut-SchĂ€den zu verhindern.

EinsatzkrÀfte in hoher Alarmberreitschaft

FĂŒr den Pegel Ratzdorf zeigte das Hochwasser-Portal des Landes am Dienstagabend einen Wasserstand von 5,90 Metern an. Das ist der offizielle Richtwert fĂŒr die Alarmstufe 4. Zudem soll der Pegelstand weiter steigen. Normal ist bei Ratzdorf, wo die Neiße in die Oder mĂŒndet, ein Stand von 2,60 Metern.

1997 hatte eine Hochwasser-Katastrophe das Dorf Ratzdorf am Zusammenfluss von Oder und Neiße bedroht. Damals war es nicht durch einen Deich geschĂŒtzt. Das PegelhĂ€uschen auf einem Sockel am Oderufer, das plötzlich mitten in den Fluten stand, ist seitdem deutschlandweit bekannt. Der Höchststand von 1997, der bei etwa 6,90 Metern lag, soll diesmal laut Prognose nicht erreicht werden.

Oder-Hochwasser ĂŒberflutet einzelne Straßen und GĂ€rten in EisenhĂŒttenstadt

In EisenhĂŒttenstadt stehen erste Straßen und GĂ€rten unterhalb der Altstadt unter Wasser. Das sagte eine Sprecherin der Stadt (Landkreis Oder Spree). In zwei Straßen im hochwassergefĂ€hrdeten Bereich in UfernĂ€he stehe das Wasser inzwischen, dort werde ein Sandsack-Wall verstĂ€rkt. "Wir befĂŒllen nach wie vor SandsĂ€cke", sagte die Sprecherin. Im betroffenen Stadtteil FĂŒrstenberg hat das Wasser Gehwege und Garagen ĂŒberflutet. Einen Schutzdeich gegen das Hochwasser gibt es dort nicht.

Beim Erreichen der höchsten Alarmstufe geht es um Katastrophenabwehr. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Katastrophenfall gilt. Dennoch sind EinsatzkrĂ€fte und die Katastrophenschutzbehörde in erhöhter Alarmbereitschaft. DeichlĂ€ufer rĂŒcken aus, um die SchutzdĂ€mme zu kontrollieren und SchĂ€den zu melden.

@ dpa.de