Brandenburgs, Verkehrsminister

Brandenburgs Verkehrsminister: LĂ€nder mit Kosten des Schienenverkehrs am Limit

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 06:17 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Brandenburgs Verkehrsminister sieht die LĂ€nder bei der Finanzierung des Schienenverkehrs am Limit.

"Mit steigenden Energie- und Materialkosten auf der einen Seite und den steigenden Trassenpreisen auf der anderen Seite" kulminierten die Probleme, sagte Robert Crumbach (SPD). "Die LÀnder können diese Mehrbelastungen nicht mehr schultern." Was es nun brauche, seien "ideologiefreie GesprÀche und möglichst konkrete Entscheidungen".

Crumbach schlug eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel vor. "Bei den Trassenpreisen steht der Bund in der Verantwortung, die Mehrbelastungen vollstĂ€ndig zu kompensieren", fĂŒgte er an. Das mĂŒsse "zeitnah geschehen, da wir hier schnell Planungssicherheit benötigen". Der Bundesverkehrsminister sei bald 100 Tage im Amt, "so dass wir diese Entscheidungen als LĂ€nder auch einfordern können".

Folgen aus dem EuGH-Urteil machen Crumbach Sorgen

Hintergrund des Konflikts ist auch ein Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs, der im MĂ€rz die sogenannte Trassenpreisbremse gekippt hatte, durch die die Unternehmen im Schienenpersonennahverkehr von stark steigenden Trassenpreisen ausgenommen waren. Die Trassenpreise, quasi eine Schienenmaut, fallen fĂŒr die drei Verkehrsarten GĂŒter-, Fern- und Regionalverkehr unterschiedlich hoch aus. Im Schienenpersonennahverkehr will die fĂŒr das Netz zustĂ€ndige Bahntochter DB InfraGo fĂŒr 2027 ein Plus von 7,7 Prozent, 2028 sollen die GebĂŒhren noch einmal krĂ€ftig steigen. Finanziert werden damit unter anderem der Betrieb, die Instandhaltung und Investitionen in das Schienennetz.

Crumbach hatte seit Monaten immer wieder auf die steigenden Kosten und die Verantwortung des Bundes aufmerksam gemacht. Bei der am Mittwoch beginnenden Verkehrsministerkonferenz im bayrischen Hohenschwangau soll auch ĂŒber dieses Problem gesprochen werden.

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