Brandschutz: Neuer TrÀger senkt Feuerrisiko in PU-Schuhfertigung
04.06.2026 - 01:48:34 | boerse-global.deEin neuer TrĂ€gerstoff mit niedriger Entflammbarkeit soll die Brandgefahr bei der Herstellung von PU-Schuhen deutlich senken. Der chinesische Chemiekonzern Ningbo Inno Pharmchem hat sein Sortiment an Silikon-Trennmitteln strategisch ĂŒberarbeitet. Im Fokus steht ein aliphatischer TrĂ€ger, der die Sicherheitsstandards in der industriellen Fertigung verbessern soll.
Weniger Feuerrisiko in der Schuhfertigung
Der neu eingefĂŒhrte aliphatische TrĂ€ger zeichnet sich durch einen höheren Flammpunkt und eine geringere FlĂŒchtigkeit aus als herkömmliche TrĂ€gerstoffe. Durch die Integration in die Trennmittel will das Unternehmen die Gefahr von BrĂ€nden und Explosionen in der PU-Schuhproduktion deutlich reduzieren. Die technische Herausforderung: Der TrĂ€ger muss trotz der Sicherheitsverbesserung eine hohe Löslichkeit und VertrĂ€glichkeit mit verschiedenen Silikonkomponenten bewahren. Nur so entsteht ein gleichmĂ€Ăiger Trennfilm, der fĂŒr hochglĂ€nzende OberflĂ€chen sorgt â ohne die IntegritĂ€t des Formprozesses zu beeintrĂ€chtigen.
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Fortschritte bei der Silikonvernetzung
Bereits einen Tag zuvor hatte das Unternehmen auf Leistungs- und Sicherheitsgewinne durch den Einsatz von BIPB als Vernetzungsmittel fĂŒr Silikonkautschuk hingewiesen. BIPB gilt als sicherere Alternative zu anderen organischen Peroxiden wie DCP. Es bietet eine höhere Prozesssicherheit und ermöglicht eine nahezu geruchslose Vulkanisation. Die Umstellung auf BIPB-basierte Vernetzung verbessert mehrere mechanische Eigenschaften: ReiĂfestigkeit, Zugfestigkeit und Druckverformungsrest bei erhöhten Temperaturen. Zudem sind die flĂŒchtigen Zersetzungsprodukte hautvertrĂ€glich â ein Vorteil fĂŒr Anwendungen in EVA-Schaum, EPDM und Nitrilkautschuk.
Transparente interne Trennmittel fĂŒr Silikonkautschuk
Mit einem transparenten, nicht migrierenden internen Trennmittel erweitert der Hersteller sein Angebot fĂŒr hochtemperaturvernetzende (HTV) und flĂŒssige Silikonkautschuke (LSR). Anders als externe Beschichtungen wird dieses Mittel gleichmĂ€Ăig im Material verteilt und erleichtert so die Entformung. Schon eine Zugabe von 0,3 bis 0,5 Prozent reicht aus, um den Trennprozess zu verbessern. Der entscheidende Vorteil: Das nicht ausblĂŒhende Mittel verhindert OberflĂ€chenverfĂ€rbungen und bewahrt die Ă€sthetische QualitĂ€t der Silikonteile.
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Breitere Anwendungen in Industrie und Textilien
Die jĂŒngste Produktserie umfasst auch Spezialreagenzien fĂŒr die Polymerherstellung und Textilveredelung. Diisopropyl Dimethoxy Silan dient als Donor fĂŒr Ziegler-Natta-Katalysatoren in der Polypropylen-Produktion â ein Schritt zur Steigerung des isotaktischen Anteils und der Gesamtpolymerausbeute.
Im Textilsektor gibt es gleich mehrere Neuerungen:
- Hydrophile Weichmacher: Ein neues Silikon-Weichmittel kann die FÀrbetiefe um bis zu 30 Prozent erhöhen und so den Farbstoffverbrauch senken.
- ProzessstabilitĂ€t: Das Silikonöl-Emulsionsprodukt IOTA 2623B-4 fĂŒr Synthetikfasern minimiert Ălabdrift und verkĂŒrzt Verarbeitungszeiten.
- RTV-Vulkanisation: Premium-Vernetzer fĂŒr Silikonelastomere in der Elektronik-, Automobil- und Bauindustrie ermöglichen eine schnelle Raumtemperatur-Vulkanisation innerhalb weniger Stunden â ohne schĂ€dliche Substanzen wĂ€hrend des AushĂ€rtens.
Diese Entwicklungen, ergÀnzt um 3-Isocyanatopropyltrimethoxysilan als Haftvermittler, spiegeln einen Branchentrend wider: Chemische LeistungsfÀhigkeit trifft auf verbesserte Sicherheits- und Umweltprofile.
