Brandschutz, Gefahrenabwehrzentrum

Brandschutz: Neues Gefahrenabwehrzentrum für 2,4 Millionen Euro

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 20:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Walsrode startet spezielle Schulungen für Brandschutzhelfer mit Praxisübungen. Bundesweit wächst der Bedarf an Sicherheitsausbildern.

Brandschutzhelfer-Schulungen: Sicherheit in Walsroder Betrieben steigt
Teilnehmer einer Brandschutzhelfer-Ausbildung löschen mit Feuerlöschern einen Übungsbrand unter Anleitung eines Ausbilders. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Programm kombiniert rechtliche Grundlagen mit praktischen Übungen am Feuerlöscher und Evakuierungssimulationen.

Die Ausbildung zielt darauf ab, das Sicherheitsbewusstsein in Unternehmen zu stärken und Hemmschwellen im Umgang mit Löscheinrichtungen abzubauen. Teilnehmer lernen, Entstehungsbrände frühzeitig zu erkennen und effektiv zu bekämpfen – ohne sich selbst zu gefährden.

Gesetzliche Pflicht und praktische Übungen

Die Notwendigkeit solcher Qualifikationen ergibt sich aus den Vorschriften zur Arbeitssicherheit. Sie schreiben eine ausreichende Anzahl geschulter Brandschutzhelfer in Betrieben vor.

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Parallel zum lokalen Schulungsangebot zeigt sich bundesweit ein wachsender Bedarf an Ausbildern für Erste Hilfe. Dienstleister suchen verstärkt Personal, um Sicherheitskurse flächendeckend anzubieten. Auch Quereinsteiger werden dafür qualifiziert.

Großprojekte für die Sicherheitsausbildung

Die Professionalisierung der Brandbekämpfung spiegelt sich in Infrastrukturprojekten wider. Im Burgenlandkreis wurde am 18. Juli 2026 der Grundstein für die Außenanlagen eines neuen Gefahrenabwehrzentrums bei Naumburg/Wethau gelegt. Für rund 2,4 Millionen Euro entsteht dort eine Kreisausbildungsanlage mit Containerburg, Brandwanne sowie Tunnel- und Gleisanlagen. Das Gesamtprojekt ist mit 15,4 Millionen Euro dotiert und wird teils aus Bundesmitteln finanziert.

In Süddeutschland intensiviert der Landesfeuerwehrverband Bayern die Realbrandausbildung. Gemeinsam mit einem Industriepartner führt er von 2026 bis 2028 Trainings an 60 Standorten durch. Eine mobile Brandübungsanlage ermöglicht Atemschutzgeräteträgern das Training unter kontrollierten Bedingungen mit extremer Hitze und Rauchgasen. Seit 2015 haben rund 16.000 Einsatzkräfte an diesen Programmen teilgenommen.

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Drohnen unterstützen die Brandbekämpfung

Ergänzend zu den Ausbildungsprogrammen gewinnt Hochtechnologie an Bedeutung. Am 17. Juli 2026 unterzeichneten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Bayerische Rote Kreuz eine Kooperation zur Stationierung von Waldbrand-Drohnen in Cochstedt. Die Drohnen haben eine Flugzeit von 90 Minuten und sind mit Wärme- sowie Luftbildkameras ausgestattet. Sie unterstützen Einsatzkräfte bei der Früherkennung und Lagebeurteilung von Bränden.

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