Betrug im Online-Shop - 5 Tipps, wie HĂ€ndler Betrugsrisiken erkennen und sich schĂŒtzen
16.01.2025 - 13:58:00Dabei sind nicht nur die finanziellen Verluste ein Risiko, sondern auch der Ruf des Unternehmens, der erheblichen Schaden nehmen kann. HĂ€ndler mĂŒssen deshalb MaĂnahmen zur BetrugsprĂ€vention vornehmen und die VorgĂ€nge in ihrem Shop genau beobachten. Nachfolgend werden 5 Tipps beleuchtet, wie HĂ€ndler den Zahlungsprozess sicherer gestalten und sich vor Betrug schĂŒtzen können.
1. Die BonitĂ€tsprĂŒfung als Schutz
Eine BonitĂ€tsprĂŒfung ermöglicht es, bereits vor der Bestellabwicklung zu beurteilen, ob ein Kunde in der Vergangenheit durch negative Zahlungserfahrungen, etwa unbezahlte Rechnungen, aufgefallen ist. DarĂŒber hinaus geht die BonitĂ€tsprĂŒfung mit einer IdentitĂ€tsprĂŒfung einher, die sicherstellt, dass die angegebenen Kundendaten korrekt sind. So kann ein HĂ€ndler beispielsweise in Erfahrung bringen, ob die angegebene StraĂe mit Hausnummer, Ort und Postleitzahl wirklich existiert. Bei einer AuffĂ€lligkeit kann ein HĂ€ndler dann eine aktive Zahlartensteuerung ableiten: Kunden mit guter BonitĂ€t erhalten Zugang zu einer breiten Auswahl an Zahlungsmethoden. Kunden mit einer schlechteren BonitĂ€t hingegen können nur aus sicheren Zahlungsmethoden, wie Vorkasse, auswĂ€hlen.
2. Der Unterschied zwischen Stammkunden und Neukunden
Stammkunden, die bereits mehrere Bestellungen erfolgreich getĂ€tigt haben, gelten in der Regel als vertrauenswĂŒrdig. Ihre positive Kaufhistorie reduziert das Risiko von ZahlungsausfĂ€llen. Bei Neukunden hingegen sollten HĂ€ndler zu Beginn bedachter vorgehen. Eine gute Möglichkeit ist hier, bei den ersten â etwa drei â Bestellungen ausschlieĂlich sichere Zahlungsarten anzubieten. Sobald der Kunde sich durch mehrere erfolgreiche Transaktionen als zuverlĂ€ssig erwiesen hat, kann ihm eine gröĂere Auswahl an Zahlarten angeboten werden. Auf diese Weise kann man Betrugsversuche stark eindĂ€mmen.
3. AuffÀlliges Bestellverhalten als Indiz
Auch der Warenkorb eines Kunden sagt viel ĂŒber mögliche BetrugsfĂ€lle aus. Ein typisches Beispiel: Ein Neukunde bestellt direkt eine groĂe Menge teurer Elektronikartikel, etwa zehn iPads, und wĂ€hlt eine risikoreiche Zahlungsmethode wie Lastschrift. Solche Szenarien sollten HĂ€ndler alarmieren und veranlassen, die Bestellung genauer zu ĂŒberprĂŒfen. Doch was genau gilt als auffĂ€llig? Ein guter MaĂstab ist der durchschnittliche Warenkorbwert der Kunden. Bestellungen, die um ±10 Prozent vom Durchschnitt abweichen, sind meist unproblematisch. Weicht der Bestellwert jedoch deutlich stĂ€rker ab, sollten die Alarmglocken schrillen. Wichtig ist, nicht vorschnell zu reagieren. Ein einzelnes Indiz muss nicht zwangslĂ€ufig eine betrĂŒgerische Bestellung anzeigen. Kritisch wird es jedoch, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen â etwa eine ungewöhnlich hohe Bestellsumme, ein neuer Kunde ohne Historie und eine risikobehaftete Zahlungsart.
4. Ungewöhnliche Details bei einer Bestellung
Ungewöhnliche Details bei einer Bestellung können ein Hinweis auf einen möglichen Betrugsversuch sein. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Kunde als Wohnort MĂŒnchen eingibt, jedoch einen VPN-Tunnel mit einer Verbindung aus Osteuropa verwendet und eine Bankverbindung aus RumĂ€nien angibt. Solche Details sollten zur Vorsicht mahnen, vor allem, wenn weitere ungewöhnliche Faktoren, wie etwa eine hohe Bestellsumme, auftreten.
5. Lieferanschrift vs. Rechnungsanschrift
AuffĂ€llig ist nicht zuletzt, wenn die Lieferadresse von der Rechnungsanschrift abweicht oder eine Lieferung an eine Packstation gewĂŒnscht wird. Solche Abweichungen können ein Hinweis darauf sein, dass der eigentliche Besteller nicht mit dem angegebenen RechnungsempfĂ€nger identisch ist â ein hĂ€ufiges Muster bei Betrug. Lieferungen an Packstationen oder temporĂ€re Adressen wie Hotels oder Ferienwohnungen bergen zusĂ€tzliche Risiken, da die Nachverfolgbarkeit erschwert wird.
Fazit:
Ein effektiver Schutz vor Betrug im Online-Handel erfordert eine Kombination aus prĂ€ventiven MaĂnahmen und gezielter Ăberwachung verdĂ€chtiger AktivitĂ€ten. BonitĂ€tsprĂŒfungen, die Differenzierung zwischen Stamm- und Neukunden, das Erkennen auffĂ€lligen Bestellverhaltens, die Analyse ungewöhnlicher Details sowie die ĂberprĂŒfung der Lieferanschrift sind entscheidende Schritte, um Betrugsrisiken zu minimieren. HĂ€ndler, die diese Punkte beachten, schaffen eine sichere Grundlage fĂŒr ihr GeschĂ€ft und schĂŒtzen sowohl sich selbst als auch ihre Kunden.
Ăber Philipp Kadel und die DIAGONAL Gruppe:
Das Forderungs- und Zahlungsmanagement ist ein wichtiger Aufgabenbereich in jedem Unternehmen und gehört zum tĂ€glichen GeschĂ€ft dazu. Mit der DIAGONAL Gruppe hat es sich Philipp Kadel zur Aufgabe gemacht, Unternehmen in genau diesem Bereich unter die Arme zu greifen. Mit bereits 30 Jahren Erfahrung steht das Team der DIAGONAL Gruppe seinen Kunden bei allen Fragen rund um Payment und Forderungsmanagement zur Seite und sorgt dafĂŒr, dass diese sich auf ihr KerngeschĂ€ft fokussieren können. Mehr Informationen unter: https://diagonal-gruppe.de/
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