Bürogestaltung, Räume

Bürogestaltung: 66% loben soziale Räume, kritisieren Konzentration

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 14:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CBRE-Studie: 66 % loben Büros für Austausch, doch fokussiertes Arbeiten leidet. Arbeitsschutz fordert mehr psychische Ergonomie und klare Sicherheitsstandards.

Moderne Büros: Soziale Stärken, aber Konzentrationsdefizite bei KI-Arbeit
Ein konzentrierter Mitarbeiter in einem modern gestalteten, ruhigen Büroarbeitsplatz mit ergonomischen Möbeln. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

In der aktuellen Gestaltung von Arbeitsumgebungen zeigt sich ein deutlicher Zielkonflikt zwischen der Förderung des zwischenmenschlichen Austauschs und der Ermöglichung von konzentrierter Einzeltätigkeit. Während moderne Bürostrukturen soziale Prozesse erfolgreich unterstützen, offenbaren sich bei fokussierten Aufgaben, insbesondere im Kontext neuer Technologien, erhebliche Defizite.

Effektivität sozialer Räume und Herausforderungen der Konzentration

Nach aktuellen Daten des Immobiliendienstleisters CBRE vom 24. August 2026 bewerten 66 % der Beschäftigten die bestehenden Bürokonzepte im Hinblick auf die soziale Interaktion als sehr effektiv. Die Gestaltung moderner Arbeitswelten ziele demnach erfolgreich darauf ab, den Austausch und die Vernetzung innerhalb der Belegschaft zu fördern. Allerdings werde laut der Untersuchung das konzentrierte Arbeiten in diesen Umgebungen oft vernachlässigt.

Dieser Befund gewinnt durch die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Wissensarbeit an Relevanz. Experten weisen darauf hin, dass die Arbeit mit KI-Systemen eine hohe kognitive Beanspruchung darstelle und geschlossene Räume erfordere, um die notwendige Konzentration aufrechtzuerhalten. Die offene Gestaltung vieler moderner Büros stehe diesem Bedarf teilweise entgegen.

Psychische Belastung und regulatorische Anforderungen

Neben der räumlichen Gestaltung rücken die psychischen Aspekte der Arbeitsgestaltung verstärkt in den Fokus der betrieblichen Prävention. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) definiert in ihrem Handbuch zur Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung auf Basis der Norm DIN EN ISO 10075-1. Bereits mit der Novelle des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) im Jahr 2013 wurde die Berücksichtigung dieser Faktoren in der Gefährdungsbeurteilung gesetzlich verankert.

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Zusätzliche Orientierung bieten die Empfehlungen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) aus dem Jahr 2022. Diese nennen konkrete Gestaltungsziele für eine gesundheitsgerechte Arbeitsumgebung.

Dazu gehören ein angemessener Handlungsspielraum für die Beschäftigten, eine bewältigbare Arbeitsmenge sowie eine strukturierte Pausengestaltung. Im Bereich der Schichtarbeit wird zudem empfohlen, die Anzahl aufeinanderfolgender Nachtschichten auf maximal drei zu begrenzen, um die gesundheitliche Belastung zu minimieren.

Sicherheit und Automatisierung im industriellen Umfeld

Während im Bürosektor die psychische Ergonomie dominiert, stehen in der industriellen Fertigung die funktionale Sicherheit und die technische Unterstützung im Vordergrund. Flexible Fertigungsprozesse erfordern zunehmend, dass Sicherheit als integrierte Systemeigenschaft betrachtet wird.

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Über Protokolle wie Fail Safe over EtherCAT (FSoE) werden Sicherheitsfunktionen wie Safe Torque Off (STO), Safe Stop 1 (SS1) und Safely-Limited Speed (SLS) direkt in die Antriebssteuerung eingebunden.

Die Anforderungen an diese Sicherheitsfunktionen werden durch Normen wie die EN ISO 13849 für das Performance Level (PL) oder die IEC 62061 für den Safety Integrity Level (SIL) definiert.

Insbesondere der Einsatz von kollaborativen Robotern (Cobots) erhöhe die Komplexität dieser Anforderungen. Moderne Sicherheits-SPS (Safety-PLCs) lassen sich heute in EtherCAT-Verbünde integrieren, wobei paramterierbare Sicherheitsmodule den Aufwand für die Validierung der Systeme reduzieren.

Optimierung von Materialfluss und Visualisierung

Zur ergonomischen und effizienten Gestaltung von Arbeitsabläufen tragen zudem automatisierte Komponenten bei. Das Unternehmen item Industrietechnik bietet für die Steuerung von Materialflüssen auf Rollenbahnen eine Freigabeeinheit (DIN/DOUT 24V) an. Diese lasse sich über ein Web-Interface parametrieren, wobei bis zu drei Einheiten miteinander vernetzbar seien.

Zur visuellen Unterstützung an Arbeitsplätzen dient ein Multi-Segment RGB LED-Streifen Controller (DIN/AIN 24 VDC). Dieser ermögliche eine segmentierte Ansteuerung der Leuchtelemente, ohne dass hierfür ein spezifischer Programmieraufwand seitens des Anwenders erforderlich sei. Solche technischen Hilfsmittel unterstützen die intuitive Führung der Mitarbeiter und tragen zur Fehlervermeidung in komplexen Arbeitsumgebungen bei.

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