Ăzdemir setzt auf weitere Seuchen-EindĂ€mmung
15.01.2025 - 11:22:55"Wichtig ist, dass wir jetzt alles mit voller Kraft darauf setzen, dass es zu keinen weiteren AusbrĂŒchen kommt", sagte der GrĂŒnen-Politiker vor einer Sondersitzung des Agrarausschusses des Bundestags in Berlin. Zugleich gelte es schnell herauszubekommen, was die Eintragsquelle fĂŒr das Virus gewesen sei. VorsichtsmaĂnahmen seien weiterhin nötig.
"Kein Grund zur Entwarnung"
Ăzdemir dankte den Behörden in den betroffenen Regionen in Brandenburg und Berlin und dem bundeseigenen Friedrich-Loeffler-Forschungsinstitut fĂŒr das Krisenmanagement. Es gebe Gott sei Dank vorerst keinen neuen Fall. "Aber das ist kein Grund zur Entwarnung." Bereits jetzt seien die wirtschaftlichen Folgen fĂŒr die betroffenen Landwirte und die betroffene ErnĂ€hrungswirtschaft hart.
In der EU sei es nun gelungen, das Prinzip der Regionalisierung durchzusetzen, erlĂ€uterte Ăzdemir. Fleisch und Milchprodukte, die auĂerhalb der Sperrzone erzeugt werden, könnten damit in der EU normal gehandelt werden. Nach Angaben des Ministeriums bestĂ€tigte die EU-Kommission die von Brandenburg eingerichteten Zonen im Umkreis von drei und zehn Kilometern als Grundlage fĂŒr die Regionalisierung. Es sei ein Lichtblick fĂŒr die Landwirte, dass BrĂŒssel den gesperrten Bereich nicht vergröĂert habe, sagte Ăzdemir.
GesprĂ€che mit Ministerkollegen bei GrĂŒner Woche
Ziel sei, dass Deutschland möglichst schnell wieder frei von der Maul- und Klauenseuche werde "Alles andere wĂ€re desaströs." Man wisse aus anderen LĂ€ndern, welch dramatische AusmaĂe sie annehmen könne. Ăzdemir rechtfertigte daher leider notwendige drastische MaĂnahmen in der Sperrzone.
Der Minister verwies darauf, dass einige LĂ€nder auĂerhalb der EU ihre MĂ€rkte wegen der Tierseuche fĂŒr Fleisch aus ganz Deutschland geschlossen haben. Er werde auch GesprĂ€che mit Amtskollegen bei der Agrarmesse GrĂŒne Woche in Berlin nutzen, um fĂŒr die Regionalisierung zu werben - also, dass Produkte aus dem ĂŒbrigen Deutschland auĂerhalb der Sperrzone normal exportiert werden könnten. "Wir freuen uns eigentlich alle auf die GrĂŒne Woche", sagte Ăzdemir. Sie sei "ein absolutes Highlight" fĂŒr die Land- und ErnĂ€hrungswirtschaft.
In der vergangenen Woche war es erstmals seit mehr als 35 Jahren in Deutschland zu einem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche gekommen. Die fĂŒr Tiere hoch ansteckende Viruserkrankung wurde in einer BĂŒffel-Herde in Hönow im brandenburgischen Landkreis MĂ€rkisch-Oderland entdeckt.

