Hubertz, Bauwirtschaft

Hubertz setzt auf Bauwirtschaft als StabilitÀtsanker

21.07.2025 - 15:25:14

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht die heimische Bauindustrie als StabilitĂ€tsanker fĂŒr die Wirtschaftskraft.

"Die Bauwirtschaft ist nicht so abhĂ€ngig von den USA wie andere Industriezweige", sagte Hubertz dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). "Damit sind Investitionen in Beton, Holz und Wohnraum auch bei schwierigen Launen des US-PrĂ€sidenten ein Treiber fĂŒr unsere Wirtschaftskraft." "Die stĂ€ndigen Zolldrohungen von PrĂ€sident Trump produzieren nur Verlierer", sagte Hubertz weiter. Trump gefĂ€hrde mit "seinem Hin und Her" nicht nur die deutsche und die EU-Wirtschaft, sondern in erster Linie auch die US-Wirtschaft.

"Ich setze aber weiterhin auf eine Einigung der EU-Kommission mit der US-Regierung." Es sei "gut, dass wir mit dem Sondervermögen bereits einen Teil des Geldes nutzen und einen langfristigen Finanzierungsrahmen gesetzt haben", sagte Hubertz weiter. "Diese Mittel mĂŒssen nun schnell auf die Straße beziehungsweise Baustelle. Daran arbeiten wir mit Hochdruck." Die Baubranche sieht die Lage weniger optimistisch. Felix Pakleppa, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), sagte dem "Handelsblatt", zwar sei die deutsche Bauwirtschaft weitgehend unabhĂ€ngig von der erratischen US-Zollpolitik und könnte ein echter StabilitĂ€tsfaktor fĂŒr die heimische Konjunktur sein. "Doch dazu braucht es klare politische Signale und VerlĂ€sslichkeit." Der aktuelle Ausschreibungsstopp bei der bundeseigenen Autobahn GmbH vermittle jedoch genau das Gegenteil: ein Signal der Unsicherheit fĂŒr den Standort Deutschland. Durch das Sondervermögen sei viel Geld zum Investieren da. "Wir erwarten, dass die Bundesregierung schnell Klarheit schafft, den Ausschreibungsstopp aufhebt und fĂŒr eine verbindliche Finanzierung sorgt", forderte Pakleppa.

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