Bundesdatenschutzbeauftragter: Hennemann mit 391 Stimmen gewählt
26.06.2026 - 05:27:10 | boerse-global.de
Ziel ist mehr Transparenz und Lesbarkeit – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die EU-Kommission die Regulierung für Cloud-Anbieter verschärft.
Mehr Klartext bei der Datenverarbeitung
Die aktualisierten Bestimmungen berücksichtigen das aktuelle EU-USA-Datenschutzabkommen sowie dessen Erweiterungen für Großbritannien und die Schweiz. Microsoft will nach eigenen Angaben transparenter kommunizieren, wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden.
Das Timing passt: Laut einer Marktforschung aus dem Frühjahr 2026 sind fast drei Viertel der deutschen Verbraucher bereit, für mehr KI-Transparenz einen Aufpreis zu zahlen. Die Studie befragte rund 11.000 Teilnehmer in sieben Märkten.
Neuer Chef für den Datenschutz
Parallel zur Unternehmenspolitik verändert sich auch die deutsche Aufsichtslandschaft. Der Bundestag wählte am 25. Juni 2026 Moritz Hennemann zum neuen Bundesdatenschutzbeauftragten. Der Freiburger Jura-Professor erhielt 391 Ja-Stimmen, bei 122 Gegenstimmen und 77 Enthaltungen.
Hennemann folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgab. Der neue Beauftragte gilt als DSGVO-Kritiker. In Fachkreisen werten Beobachter die Wahl als Signal für eine mögliche Neujustierung der deutschen Datenschutzaufsicht.
Ab 2. August drohen bei Verstößen gegen den EU AI Act Bußgelder von bis zu sieben Prozent des Umsatzes. Unsere Checkliste zeigt, welche Hochrisiko-Pflichten auf Ihr Unternehmen zukommen – und wie Sie sich rechtzeitig absichern. Kostenlose Compliance-Checkliste anfordern
EU will Cloud-Markt aufmischen
Während Microsoft die eigenen Richtlinien poliert, droht aus Brüssel neuer Ärger. Die EU-Kommission plant, Microsoft Azure und Amazon Web Services vorläufig unter den Digital Markets Act (DMA) zu stellen. Die beiden Anbieter kontrollieren zusammen rund 60 Prozent des Cloud-Marktes. Ziel der Regulierung: mehr Wettbewerb und eine Stärkung europäischer Anbieter.
Die nächste Deadline kommt schneller als gedacht: Ab dem 2. August greifen die spezifischen Anforderungen für Hochrisiko-KI-Systeme nach dem EU AI Act. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu sieben Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Sicherheitsupdates und verlängerter Support
Auch technisch war der Juni für Microsofts Kunden ereignisreich. Am 24. Juni liefen zentrale Secure-Boot-Zertifikate ab – betroffen sind Windows 10, Windows 11 und diverse Server-Versionen. Das optionale Juni-Update KB5095093 bringt eine neue Point-in-Time-Wiederherstellung per Snapshot.
Microsoft aktualisiert seine Datenschutzrichtlinien – doch die EU verschärft die Regeln für Cloud-Anbieter. Sind Ihre Systeme DMA-konform? Der Leitfaden hilft Ihnen, Wettbewerbsrisiken zu erkennen und Compliance-Lücken zu schließen. Leitfaden per E-Mail sichern
Gute Nachrichten für Windows-10-Verweigerer: Microsoft verlängerte das Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) für private Geräte bis zum 12. Oktober 2027. Der reguläre Support für ältere Windows-11-Versionen endet dagegen im Oktober 2026.
Internationale Ermittlungen gegen Cyberkriminelle verliefen ebenfalls erfolgreich: In Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt konnten über 200 Server abgeschaltet werden.
