Merz, Macron

Merz, Macron und Tusk stĂ€rken Moldaus Regierung den RĂŒcken

27.08.2025 - 17:12:18

Bundeskanzler Friedrich Merz, der französische PrĂ€sident Emmanuel Macron und der polnische MinisterprĂ€sident Donald Tusk haben der proeuropĂ€ischen Regierung in der Republik Moldau mit einem gemeinsamen Besuch in der Hauptstadt Chisinau demonstrativ den RĂŒcken gestĂ€rkt.

Sie sicherten dem kleinen, an die Ukraine grenzenden Land UnterstĂŒtzung auf dem Weg in die EuropĂ€ische Union und bei der Abwehr russischer Destabilisierungsversuche zu.

"In der EuropÀischen Union von ganzem Herzen willkommen"

"Die TĂŒr in die EuropĂ€ische Union ist offen", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz. "Sie sind uns in der EuropĂ€ischen Union von ganzem Herzen willkommen." Moldau sei geografisch und historisch Teil Europas. Der Kanzler wĂŒrdigte die "entschlossenen und erfolgreichen" Reformen, die auf dem Weg in die EuropĂ€ische Union bisher angegangen worden seien.

VorwĂŒrfe gegen Putin: "Auch Moldau will er zurĂŒckholen"

Dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin warf Merz hybride Attacken auf Moldau vor, mit denen er die Demokratie des Landes schwĂ€chen wolle. "Auch Moldau will er zurĂŒckholen in die russische EinflusssphĂ€re." Der Kanzler versprach der moldauischen Regierung: "Wir stehen Ihnen bei, Ihre Freiheit und Ihre SouverĂ€nitĂ€t zu bewahren."

Besuch am UnabhÀngigkeitstag

Merz, Macron und Tusk besuchten Moldau am 34. Jahrestag der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung der frĂŒheren Sowjetrepublik mit ihren heute 2,6 Millionen Einwohnern. Sie wurden dort von PrĂ€sidentin Maia Sandu empfangen, die mit ihrem Land in die EuropĂ€ische Union drĂ€ngt. Seit 2022 ist Moldau wie die Ukraine Beitrittskandidat.

Parlamentswahl im September

Die drei Politiker wollen mit dem Besuch StaatsprĂ€sidentin Maia Sandu und die proeuropĂ€ische Regierung des Landes vor der Parlamentswahl im September unterstĂŒtzen. Das Land, das zu den Ă€rmsten Europas zĂ€hlt, ist zwischen proeuropĂ€ischen und prorussischen KrĂ€ften gespalten. In der abtrĂŒnnigen Region Transnistrien, einem schmalen Landstreifen im Osten der Republik, sind seit den 1990er Jahren russische Soldaten stationiert.

@ dpa.de