Merz verteidigt Reichweitenfreigabe fĂŒr Waffen
27.05.2025 - 10:33:57 | dpa.de"Verteidigen kann sich nur derjenige, der auch in die Lage versetzt wird, militÀrische Basen anzugreifen, die auch auf dem Territorium des Angreifers liegen", sagte der CDU-Politiker nach einem GesprÀch mit dem finnischen Regierungschef Petteri Orpo in der Stadt Turku.
Merz hatte am Vortag in Berlin erklĂ€rt, dass fĂŒr von Deutschland gelieferte Waffen keine BeschrĂ€nkungen mehr gelten, was die Reichweite und damit den Einsatz gegen russisches Territorium angeht. Die ĂuĂerung bedeutet einen Kurswechsel im Vergleich zu AmtsvorgĂ€nger Olaf Scholz (SPD). Der hatte zwar 2024 den Einsatz bestimmter Waffen gegen Stellungen auf russischem Territorium fĂŒr die Region um die GroĂstadt Charkiw erlaubt. Er hatte sich in der Folge aber anders als wichtige Partner wie GroĂbritannien und Frankreich gegen weitergehende Aufhebungen der EinsatzbeschrĂ€nkungen gewandt.
Einsatz auf russischem Territorium notwendig
Merz sagte in Turku, er habe in Berlin "etwas beschrieben, was schon seit Monaten geschieht, dass die Ukraine nÀmlich das Recht hat, die Waffen, die sie geliefert bekommt, auch einzusetzen, auch jenseits der eigenen Landesgrenzen einzusetzen gegen militÀrische Ziele auf russischem Staatsgebiet." Das sei notwendig. Nur auf eigenem Territorium könne man sich nicht genug verteidigen. "Insofern wird die Ukraine damit seit langer Zeit richtigerweise in die Lage versetzt, sich wirklich gegen die russische Aggression zu verteidigen."
Der finnische Regierungschef Orpo lobte Deutschlands Engagement bei der UnterstĂŒtzung der Ukraine. Dessen Entscheidung, die Verteidigungsausgaben erheblich zu erhöhen, sei ein historischer Wendepunkt fĂŒr ganz Europa.
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