Macron, Scholz

Macron und Scholz rufen Europa zu Reformen auf

28.05.2024 - 14:49:58

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs StaatsprÀsident Emmanuel Macron haben die EuropÀische Union zu Reformen aufgerufen, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.

In einem gemeinsamen Artikel in der "Financial Times" schlugen sie dazu am Dienstag eine Agenda fĂŒr WettbewerbsfĂ€higkeit vor, die in den Mittelpunkt der nĂ€chsten fĂŒnfjĂ€hrigen Amtszeit der EU nach den Europawahlen im Juni gestellt werden sollte.

Europa mĂŒsse ein weltweit starker industrieller und technologischer Spitzenreiter sein und gleichzeitig sein Ziel verwirklichen, die EU zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen, heißt es in dem Namensbeitrag. Um diesen Ambitionen gerecht zu werden, brauche die EU "mehr Innovation, mehr Binnenmarkt, mehr Investitionen, mehr gleiche Wettbewerbsbedingungen und weniger BĂŒrokratie". Gemeinsam werde man sich dafĂŒr einsetzen, die SouverĂ€nitĂ€t der EU zu stĂ€rken und kritische AbhĂ€ngigkeiten zu reduzieren.

Scholz und Macron riefen dazu auf, die technologischen FĂ€higkeiten der EU durch eine Förderung von Spitzenforschung und Innovation sowie der notwendigen Infrastruktur zu stĂ€rken. Eine der grĂ¶ĂŸten StĂ€rken Europas sei der Binnenmarkt, der es den Unternehmen ermögliche, innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, zu wachsen und zu konkurrieren und gleichzeitig hohe Standards zu gewĂ€hrleisten. "Wir mĂŒssen seine Vorteile mit einem modernisierten Binnenmarkt in vollem Umfang nutzen, indem wir Fragmentierung und Schranken abbauen, die Vernetzung fördern, Qualifikationen ausbauen sowie MobilitĂ€t und Konvergenz vorantreiben."

Der Kanzler und der französische PrĂ€sident forderten eine ehrgeizige Agenda fĂŒr den BĂŒrokratieabbau. Und sie sicherten zu, eine ambitionierte, robuste, offene und nachhaltige europĂ€ische Handelspolitik zu unterstĂŒtzen, die faire Handelsabkommen ermögliche und die Interessen der EU unterstĂŒtze, gegenseitige Marktzugangsmöglichkeiten schaffe und gleiche Wettbewerbsbedingungen mit den Handelspartnern gewĂ€hrleiste.

@ dpa.de