Steinmeier plĂ€diert fĂŒr Zusammenhalt Europas gegenĂŒber USA
11.03.2025 - 19:46:59"Dass jetzt sogar die FĂŒhrungsmacht des demokratischen Westens die Friedens- und Nachkriegsordnung in Europa fĂŒr obsolet erklĂ€rt, das hĂ€tten wir uns doch alle miteinander bis vor kurzem nicht vorstellen können", sagte Steinmeier bei einer Veranstaltung zum 100-jĂ€hrigen Bestehen der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin.
Dass ausgerechnet das Land, dem Europa seine Nachkriegsdemokratie verdanke, heute gegen liberale AusprĂ€gungen der Demokratie zu Felde ziehe, sogar antidemokratische KrĂ€fte in den LĂ€ndern Europas stĂ€rke, erschĂŒttere uns. "Aber sprachlos machen darf es uns nicht", sagte Steinmeier. "Wir mĂŒssen das, was wir in unseren eigenen HĂ€nden halten, schĂŒtzen, festigen, neu beleben, ein geeintes, starkes, demokratisches Europa. Und wir mĂŒssen in Europa und in Deutschland Vertrauen in die demokratischen Institutionen und ihre ReprĂ€sentanten zurĂŒckgewinnen."
Bedingungen fĂŒr politische Stiftungen in vielen LĂ€ndern schlecht
Steinmeier zeigte sich ĂŒberzeugt, "dass wir bei unserem Einsatz fĂŒr die Demokratie massiv zulegen mĂŒssen". Er zollte in diesem Zusammenhang der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung und allen anderen demokratischen Stiftungen Beifall fĂŒr ihr Engagement fĂŒr die soziale und freiheitliche Demokratie.
Der BundesprĂ€sident wĂŒrdigte die Arbeit der politischen Stiftungen im Ausland, die einen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen VerstĂ€ndnis und zur weltweiten StabilitĂ€t leisteten. In vielen LĂ€ndern hĂ€tten sich die Arbeitsbedingungen der Stiftungen aber dramatisch verschlechtert, in Russland und im Iran könnten sie gar nicht mehr arbeiten. "Wir dĂŒrfen uns von all dem nicht einschĂŒchtern und nicht entmutigen lassen. Und ich weiĂ: Sie tun es nicht."
DafĂŒr sei er dankbar, sagte Steinmeier. "Dass autoritĂ€re Staaten so viel Aufwand betreiben, um gegen politische Stiftungen vorzugehen, das zeigt gerade, wie notwendig deren Einsatz fĂŒr Demokratie, fĂŒr Menschenrechte und weltweite Zusammenarbeit tatsĂ€chlich ist."

