Bundestag-Hack, Phishing-Angriff

Bundestag-Hack: Phishing-Angriff auf Klöckners Signal-Account

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 13:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Staatlich gesteuerte Hacker erlangten Zugriff auf den Signal-Account von Bundestagspräsidentin Klöckner. Auch Kanzler Merz war Ziel, blieb aber verschont.

Cyberangriff auf Bundestag: Signal-Konten von Klöckner und Merz im Visier
Ein Smartphone mit einer digitalen Sicherheitswarnung vor dem Hintergrund eines modernen Büros im Deutschen Bundestag. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Frühjahr 2026 wurde die digitale Infrastruktur des Deutschen Bundestages Ziel einer koordinierten Cyber-Kampagne. Wie aus Sicherheitskreisen bekannt wurde, gelang es Angreifern am 22. April 2026, den Signal-Account der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner durch einen gezielten Phishing-Angriff zu kompromittieren. Dieser Vorfall löste eine Kette von Sicherheitswarnungen und strafrechtlichen Ermittlungen aus, die das Ausmaß der Bedrohung für hochrangige Regierungsvertreter verdeutlichen.

Ermittlungen der Bundesanwaltschaft und Sicherheitswarnungen

Als Reaktion auf die Angriffe auf Mitglieder des Parlaments und der Regierung leitete die Bundesanwaltschaft am 24. April 2026 offizielle Ermittlungen ein. Die Verfahren richten sich gegen die Hintermänner von Phishing-Attacken, die gezielt über Messaging-Dienste durchgeführt wurden. Zeitgleich veröffentlichten das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine gemeinsame Warnung.

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Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden handelte es sich um eine staatlich gesteuerte Kampagne. Das primäre Ziel dieser Operationen seien neben hochrangigen Politikern auch Diplomaten, Militärangehörige sowie Journalisten. Das BfV betonte dabei eine Besonderheit in der Vorgehensweise der Akteure: Die Angreifer setzten demnach primär auf Social Engineering und verzichteten weitgehend auf den Einsatz klassischer Schadsoftware. Durch die gezielte Manipulation und Täuschung der Zielpersonen versuchten die Täter, Zugriff auf sensible Kommunikationskanäle zu erlangen.

Erfolgloser Angriffsversuch auf den Bundeskanzler

Am 24. April 2026 wurde zudem bekannt, dass auch der Signal-Account von Bundeskanzler Friedrich Merz ins Visier der Angreifer geraten war. In diesem Fall blieb der Versuch jedoch erfolglos. Sicherheitsberichte bestätigten, dass der Angriff auf das Konto des Regierungschefs scheiterte.

Um jedes Risiko einer tiefergehenden Kompromittierung auszuschließen, wurde das Mobiltelefon des Bundeskanzlers einer eingehenden technischen Untersuchung unterzogen. Die Experten konnten dabei keine Auffälligkeiten oder Anzeichen für eine erfolgreiche Infiltration des Geräts feststellen. Dennoch verdeutlicht der Vorfall die Intensität, mit der staatliche Akteure versuchen, in die vertrauliche Kommunikation der deutschen Staatsführung einzudringen.

Geheimdienste machen Russland für Kampagne verantwortlich

Die politische Einordnung der Vorfälle erfolgte ebenfalls am 24. April 2026 durch die deutschen Geheimdienste. Demnach wird Russland für die Durchführung der Angriffe verantwortlich gemacht. Die Operationen dienten offenbar dazu, vertrauliche Informationen aus dem politischen Kernbereich der Bundesrepublik abzuschöpfen.

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Besonders besorgniserregend stufte das Bundesamt für Verfassungsschutz die Folgen der erfolgreichen Kompromittierungen ein. Das BfV warnte davor, dass infolge der Angriffe zahlreiche Signal-Gruppen innerhalb des Bundestages von den Angreifern mitgelesen werden könnten. Da Messaging-Dienste wie Signal im parlamentarischen Alltag häufig für die schnelle Abstimmung in Arbeitsgruppen und Fraktionen genutzt werden, stellt dieser Zugriff ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die Behörden mahnten daher zu erhöhter Wachsamkeit im Umgang mit verdächtigen Nachrichten und zur strikten Einhaltung von Sicherheitsvorgaben bei der digitalen Kommunikation.

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