Kritik, Habeck

Trotz Kritik: Habeck sieht Sinn in 1.000-Euro-JobprÀmie

15.10.2024 - 15:56:11

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hĂ€lt die geplante JobprĂ€mie fĂŒr Langzeitarbeitslose trotz andauernder Kritik weiter fĂŒr sinnvoll.

Er wisse natĂŒrlich, dass Leute, die arbeiten, sich fragten, warum andere dafĂŒr 1.000 Euro bekommen sollten, sagte der GrĂŒnen-Politiker in Berlin. "Nun, ein Grund ist, dass die sonst nicht arbeiten wĂŒrden."

Die Arbeitswissenschaft gehe jedenfalls davon aus, dass durch die PrĂ€mie schĂ€tzungsweise 100.000 Menschen aus der verfestigten Arbeitslosigkeit in Arbeit kommen wĂŒrden. Offensichtlich wollten Menschen Anreize zum Arbeiten. "Nur intrinsisch zu sagen: Naja, ist doch besser zu arbeiten, aufzustehen, nicht faul zu sein, ist nicht immer so richtig", sagte Habeck.

Er kenne die Neid-Debatte. Jetzt mĂŒsse man sich allerdings ein StĂŒck weit entscheiden, wie man ein Problem löse, das noch nicht gelöst sei. "Das wĂ€re ein Weg", sagte der Wirtschaftsminister.

Das von SPD, GrĂŒnen und FDP getragene Bundeskabinett hatte beschlossen, dass Langzeitarbeitslose, die mehr als zwölf Monate in einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit beschĂ€ftigt sind, einmalig 1.000 Euro erhalten können. Die Regelung soll zum 1. Januar 2025 in Kraft treten. Auch von Regierungsseite war aber zuletzt Skepsis zur Wirkung des Vorhabens zu hören. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) betonte, er teile die Theorie vieler Leute nicht, dass man Menschen zur Arbeit locken mĂŒsse.

@ dpa.de