Produktion/Absatz, Konjunktur

Strafzölle auf E-Autos: Habeck setzt auf GesprÀch mit China

12.06.2024 - 14:21:05

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck setzt angesichts drohender hoher EU-Strafzölle auf chinesische E-Autos auf Verhandlungen mit China - und warnt zugleich vor einem "Zollwettlauf".

"Entscheidend ist, dass jetzt gesprochen wird", sagte der GrĂŒnen-Politiker am Mittwoch am Rande einer Veranstaltung des Wirtschaftsrats der CDU in Berlin. "Zölle sind als politisches Mittel immer nur Ultima Ratio und hĂ€ufig der schlechteste Weg." Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) warnte vor den Folgen von Strafzöllen.

Habeck sagte, die Kommission habe ein differenziertes Gutachten vorgelegt. Dies sei eine Chance fĂŒr China, sich auf dieses Gutachten einzulassen und im GesprĂ€ch mit der Kommission zu belegen, dass man die MissstĂ€nde abschaffe, dass sie falsch bewertet seien, dass man an anderer Stelle Kompensation schaffe. "Also das Falsche wĂ€re jetzt ein Selbstlauf der Schuldzuweisungen. Entscheidend ist das GesprĂ€ch", so Habeck.

Deutschland sei ein handels- und exportorientiertes Land, das den offenen Markt und gleiche Wettbewerbsbedingungen brauche. VerstĂ¶ĂŸe mĂŒssten im Zweifelsfall sanktioniert werden. Es gebe aber die Chance, dass man versuche, eine drohende Spirale zu unterbinden. "Denn das wĂ€re wirklich schlecht, wenn Zölle als protektionistisches Mittel eingesetzt werden, wenn wir in einen Zollwettlauf mit China einsteigen, dann wĂ€re das Kind mit dem Bade ausgeschĂŒttet."

Wissing schrieb auf dem Netzwerk X: "Strafzölle der EU-Kommission treffen deutsche Unternehmen und ihre Spitzenprodukte. Durch mehr Wettbewerb, offene MĂ€rkte und erheblich bessere Standortbedingungen in der EU mĂŒssen Fahrzeuge preiswerter werden, nicht durch Handelskrieg und Marktabschottung."

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