Burnout-Prävention, Deutschen

Burnout-Prävention: 66% der Deutschen fühlen sich gestresst

30.06.2026 - 14:49:47 | boerse-global.de

Immer mehr Beschäftigte nutzen bewusste Auszeiten im Homeoffice, um Burnout vorzubeugen. Der Trend entlastet mental und steigert langfristig die Produktivität.

Soft Off Day: Neue Arbeitspause statt Krankschreibung im Homeoffice
Burnout-Prävention - Eine Person entspannt sich im Homeoffice, blickt aus dem Fenster, um dem Burnout-Risiko vorzubeugen. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Trend heißt „Soft Off Day“ – und soll vor Burnout schützen.

Das Konzept ist simpel: Arbeitnehmer erledigen während der Arbeitszeit private Dinge, gönnen sich kognitive Pausen oder nutzen die Zeit zur Erholung. Ziel ist es, die eigene Leistungsfähigkeit zu erhalten, ohne körperlich oder mental auszubrennen.

Warum der Trend boomt

Hintergrund ist ein hohes allgemeines Belastungsempfinden. Laut TK-Stressreport fühlen sich rund 66 Prozent der Menschen in Deutschland gestresst. Soft Off Days sind eine Form der Selbstregulation – ein Ventil, um dem Leistungsdruck standzuhalten.

Die Expertin Angela Williams sieht darin vor allem Vorteile: Die kognitive Entlastung sorge für langfristig höhere Produktivität.

Burnout: Die Zahlen sind alarmierend

International wird das Ausmaß des Problems deutlich. In Mexiko liegt die Burnout-Quote zwischen 60 und 62 Prozent. Warnsignale sind chronische Erschöpfung, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen und Motivationsverlust.

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Auch in Europa steigt der Druck – besonders bei Jüngeren. Daten von Mental Health UK aus dem Jahr 2025 zeigen: Rund 39 Prozent der 18- bis 24-Jährigen waren wegen Stress krankgeschrieben.

Die Ärztin Dr. Claire Plumbly beobachtet zudem, dass das Thema Burnout in der Öffentlichkeit präsenter wird. Betroffene sprechen heute häufiger über ihre Belastungsgrenzen.

Was Unternehmen tun können

Die Reaktionen der Arbeitgeber sind unterschiedlich. Manche setzen auf pragmatische Führung und technologische Unterstützung. Der Hirnforscher Volker Busch betont: Resilienz ist trainierbar.

Eon-Chef Leonhard Birnbaum etwa begegnet Krisen mit einer Mischung aus Leidenschaft und Pragmatismus.

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Im Fokus stehen auch neue Arbeitszeitmodelle. Wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe: Wer nach seinem Chronotyp arbeiten kann, ist leistungsfähiger. Starre Kernzeiten von 9 bis 17 Uhr sind für viele nicht ideal.

Yoga für Chefs – und analoge Hobbys

Spezialisierte Angebote entstehen: In San Diego gibt es Yoga-Programme speziell für Führungskräfte. Sie sollen Entscheidungsfähigkeit und Schlafqualität verbessern.

Parallel dazu wächst eine Gegenbewegung zur Digitalisierung. Analoge Hobbys wie Kartenspiele, Backen oder Lesen gewinnen als Ausgleich zum digitalen Arbeitsalltag wieder an Bedeutung.

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