Zahl der FahrgÀste in Bussen und Bahnen steigt kaum noch
22.09.2025 - 08:58:29Die Zahl der FahrgĂ€ste in Bussen und Bahnen hat leicht zugelegt, doch der bisherige Boom durch das Deutschlandticket ist erst einmal vorbei. Das Passagieraufkommen im Ăffentlichen Personennahverkehr (ĂPNV) wuchs im ersten Halbjahr um ein Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Im Fernverkehr ging es um vier Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum nach oben, damals hatte es aber Streiks gegeben.
Der Anstieg der Fahrgastzahlen im Nahverkehr nach EinfĂŒhrung des Deutschlandtickets sei damit abgeflacht, schreiben die Statistiker. Im ersten Halbjahr 2023 wurde noch ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet und im ersten Halbjahr 2024 ein Anstieg um sieben Prozent.
Das Deutschlandticket wurde im Mai 2023 eingefĂŒhrt und ermöglicht fĂŒr 58 Euro pro Monat bundesweit Fahrten in Bussen und Regionalbahnen. Nach Branchenangaben nutzen es etwa 14 Millionen Menschen. Von 2026 an soll der Preis auf 63 Euro steigen. FahrgastverbĂ€nde und VerbraucherschĂŒtzer fĂŒrchten, dass sich das negativ auf die Nutzerzahlen auswirkt.Â
5,7 Milliarden Passagiere im ĂPNV
Die groĂe Mehrzahl der FahrgĂ€ste in Deutschland entfĂ€llt auf den ĂPNV, der 99 Prozent des Linienverkehrs ausmacht, so die Statistiker. Dort wuchs das Fahrgastaufkommen im ersten Halbjahr um ein Prozent auf 5,7 Milliarden FahrgĂ€ste. Die Zahl der Passagiere im Nahverkehr mit Eisenbahnen stieg ebenso um ein Prozent auf 1,4 Milliarden â hier hatte es im Vorjahreszeitraum AusfĂ€lle wegen Streiks gegeben.
Den Nahverkehr mit Bussen nutzten 2,6 Milliarden Menschen, zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der FahrgĂ€ste in StraĂenbahnen stieg leicht auf etwa 2 Milliarden.
Fernverkehr legt zu
Deutlich bergauf ging es bei der Zahl der FahrgĂ€ste im Fernverkehr mit der Bahn: Sie stieg um vier Prozent auf 71 Millionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als wegen Streiks allerdings weniger FahrgĂ€ste unterwegs waren. Im Fernverkehr mit Bussen reisten unverĂ€ndert etwa fĂŒnf Millionen FahrgĂ€ste.





