Cash statt Trash: lavera wirkt aktiv an einem Pfandsystem für Kosmetikverpackungen mit / reo-Kick off und Podiumsdiskussion in Heilbronn - für ein zukunftsfähiges Pfandsystem in der Kosmetikbranche
26.06.2026 - 13:12:13 | presseportal.de
Nach dem erfolgreichen Proof of Concept in München - mit 20 Kaufland-Filialen und 10 VollCorner-Märkten - weiten reo und Kaufland das Projekt nun auf acht weitere Filialen im Großraum Heilbronn aus. Die Wahl des Standorts ist dabei kein Zufall: Heilbronn ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands und wurde jüngst als Europäische Green Capital 2027 ausgezeichnet. Als Impulsgeber für Innovation und Nachhaltigkeit weit über die Region hinaus verleiht die Stadt dem Vorhaben eine besondere Signalwirkung.
Oberbürgermeister Harry Mergel begrüßte die Initiative im Namen der Stadt und unterstrich deren Bedeutung für Heilbronn. Passenderweise fand der Kick-Off im Gravity statt - dem im Dezember 2025 eröffneten, rund 7.000 m² großen Start-up- und Co-Innovation-Hub auf dem Bildungscampus. Das Gravity steht sinnbildlich für Heilbronns Anspruch, Zukunftsthemen nicht nur zu diskutieren, sondern aktiv zu gestalten - und gibt Projekten wie reo den idealen Rahmen, um von einer Modellregion aus in die Breite zu wirken. Dr. Julia Hufnagel, Abteilungsleitung Strategie und Zukunft, ordnete das reo-Projekt in die übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt ein - als konkreten Beitrag zur Green-Capital-Bewerbung und als Beleg dafür, dass Wirtschaft und Stadtentwicklung gemeinsam Lösungen für morgen entwickeln können. Oliver Hanisch, CEO der Campus Founders Ventures GmbH, betonte Heilbronns Rolle als Standort für zukunftsweisende Gründungen: Das reo-Projekt steht exemplarisch für den Anspruch der Stadt, Innovation und Nachhaltigkeit aktiv zusammenzudenken - "made in Heilbronn, für die Region und die Welt".
lavera: Mit Forschung und Überzeugung dabei
lavera Naturkosmetik war eine der ersten Marken, die sich für das Pilotprojekt entschieden haben - und beteiligt sich seitdem aktiv an der Entwicklung und Forschung für ein branchenweites Mehrwegsystem. Bisher wurden Verpackungen auf ihre Mehrwegfähigkeit geprüft, Migrationstests in Kooperation mit dem Institut Fabes durchgeführt und ökologische Aspekte analysiert. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Bereits ab dem zweiten bis dritten Umlauf ist die Mehrwegoption ökologisch vorteilhafter als das Einwegsystem - ein Befund, den Johanna Meier, Environmental Engineer & LCA Expert am Fraunhofer IBP Stuttgart, beim Kick-Off anhand detaillierter Ökobilanzen für die teilnehmenden Verpackungen öffentlich bestätigte.
Sabine Kästner, Nachhaltigkeitsbeauftragte, Laverana GmbH & Co. KG:
"Wir könnten noch Jahre über das perfekte Mehrwegsystem für Kosmetik diskutieren - oder wir fangen jetzt einfach an, Neuland zu betreten und versuchen, es gemeinsam besser zu machen. Die EU-Verpackungsverordnung macht deutlich: Ein Pfandsystem für Kosmetikverpackungen wird kommen. Die Frage ist nicht ob, sondern wie. Wir wollen dieses System aktiv mitgestalten - bisher gemeinsam mit reo, dem Handel, den Pfandautomatenherstellern, den Reinigungsunternehmen, der Wissenschaft, weiteren Kosmetikmarken und den Verbraucher:innen. Nur wenn alle im gesamten Kreislauf zusammenwirken, entstehen Lösungen, die wirklich tragfähig sind und im besten Fall zur Blaupause für die gesamte Kosmetikbranche werden."
Podiumsdiskussion: Kreislaufwirtschaft in der Praxis
Beim Kick-Off diskutierten Steffanie Rainer, Co-Gründerin und CEO von reo, Ines Rottwilm, Head of Corporate Responsibility bei Kaufland, sowie Sabine Kästner, Nachhaltigkeitsbeauftragte von lavera Naturkosmetik, gemeinsam mit Moderatorin Katharina Aguilar über Herausforderungen und Chancen der Kreislaufwirtschaft - aus den Perspektiven Start-up, Handel und Markenhersteller. Steffanie Rainer brachte es auf den Punkt: "Bewusster Konsum muss keine Extrameile sein. Wenn nachhaltige Lösungen nahtlos in den Alltag integriert werden, wird echter Wandel möglich - für Marken, Handel und Verbraucher:innen gleichermaßen."
Was reo dabei von anderen Konzepten unterscheidet: Das System lässt Marken ihre individuelle Verpackungsgestaltung - Formen, Größen, Etiketten - erhalten, statt auf Standardgebinde zu setzen, und setzt auf bestehende Logistik und Einfachheit für den Verbraucher. Das erhöht die Akzeptanz bei Markenherstellern und Verbraucher:innen gleichermaßen. Zum ersten Mal öffentlich wurde beim Kick-Off zudem gezeigt, wie der Waschvorgang in einer eigens entwickelten Anlage funktioniert - ein zentraler Baustein für die angestrebte Skalierung des Systems.
Hintergrund: Warum Mehrweg in der Kosmetik jetzt zählt
Rund 400 Millionen Einweg-Shampooflaschen werden allein in Deutschland jährlich verbraucht (Angabe: reo GmbH). Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR, Verordnung (EU) 2025/40) schafft nun den regulatorischen Rahmen: Ab 2030 gelten verbindliche Anforderungen an Recyclingfähigkeit und Rezyklatanteile; Mehrwegsysteme werden für bestimmte Verpackungsformate bereits ab August 2026 vorgeschrieben. Das reo-System setzt genau hier an: Es nutzt bestehende Pfandautomaten-Infrastruktur, um leere Kosmetikverpackungen einzusammeln, professionell zu reinigen und wieder in den Kreislauf zu bringen.
Für lavera Naturkosmetik ist das Engagement kein Einzelprojekt, sondern Teil eines systematischen Nachhaltigkeitsansatzes: Das Unternehmen hat in allen Geschäftsbereichen konkrete Ziele definiert, die den Ressourcenverbrauch reduzieren und die Kreislaufwirtschaft fördern. Am Ende des Forschungsprojekts wird sich anhand valider Daten zeigen, ob mehrwegfähige Verpackungen künftig ein zentraler Baustein werden können.
Über reo
reo (reo-reuse.de) ist eine digitale Plattform für nachhaltige Verpackungslösungen im Körperpflegebereich. Das Unternehmen vernetzt Marken, Handel und Verbraucher:innen, um Mehrfachnutzung und Kreislaufwirtschaft von Kosmetikverpackungen über bestehende Pfandautomaten-Infrastruktur zu ermöglichen. Seit November 2025 läuft ein Pilotprojekt in München gemeinsam mit Kaufland, VollCorner Biomarkt, dem Zero Waste Innovation Hub München sowie den Marken lavera, Kneipp, Santé und Logona. Mit dem Kick-Off in Heilbronn erweitert reo seine Präsenz auf eine weitere Modellregion.
Über die Stadt Heilbronn
Heilbronn zählt zu den wirtschaftsstärksten Städten Deutschlands und ist Heimat eines wachsenden Innovations- und Start-up-Ökosystems rund um den Bildungscampus. Mit dem Gravity - einem der modernsten Co-Innovation-Hubs Deutschlands - bietet die Stadt jungen Unternehmen ein einzigartiges Umfeld, um Ideen in die Praxis zu überführen. Als Europäische Green Capital 2027 hat sich Heilbronn verpflichtet, Nachhaltigkeit konsequent in Stadtentwicklung, Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern - und setzt damit Maßstäbe, die weit über die Region hinauswirken.
Über lavera Naturkosmetik
Seit der Gründung von lavera im Jahr 1987 folgt Thomas Haase einer klaren Vision: hochwertige Naturkosmetik für alle zugänglich zu machen. Mit fast vier Jahrzehnten Erfahrung zählt Laverana heute zu den Pionieren der Naturkosmetik. Mehr als 450 Mitarbeiter:innen verbinden tiefes Wissen über die Kraft der Natur mit höchsten wissenschaftlichen Standards. Von der ersten Idee bis zur fertigen Formel entsteht alles aus einer Hand. lavera arbeitet kontinuierlich daran, die Welt durch seine Produkte und sein Engagement nachhaltiger zu gestalten. Rund 250 lavera-Produkte sind in 40 Ländern erhältlich. www.lavera.de
Pressekontakt:
Sabine Kästner, Unternehmens-PR und Nachhaltigkeit
Laverana GmbH & Co KG,Lavera Thomas Haase Stiftung
30159 Hannover, Lavesstraße 65
Tel.: 0511 67 541 154, Mobile Phone: 01520 919 2569
Sabine.Kaestner@lavera.de
Bildermaterial zur freien Verfügung. Belegexemplar erbeten.
Laverana GmbH & Co.KG, Am Weingarten 4, 30974 Wennigsen, HRA 201478,
Registergericht Hannover
Persönlich haftende Gesellschafterin/Gesellschaft:
1. Claudia Czernes-Haase
2. Haase Verwaltungs GmbH, Wennigsen HRB 202460, Registergericht
HannoverGeschäftsführung: Thomas Haase
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