CDU-Krise, Kanzler

CDU-Krise: Kanzler Merz trifft auf die Parteibasis

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 05:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Demütigende Wahlniederlagen, miserable Umfragewerte und Dauerstreit in der Koalition: Das ist die Ausgangslage, wenn der Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz am Montag in Berlin auf die Kreisvorsitzenden seiner Partei trifft.

An der Basis hat sich in den letzten Monaten viel Frust über die Bundespolitik angestaut. Schon vor dem Treffen machten viele Kreisvorsitzende ihrem Ärger Luft. In der Diskussion mit dem Kanzler dürfte es zur Sache gehen.

Die CDU hat knapp 330 Kreisverbände, die das Bindeglied zwischen den Ortsverbänden als kleinste Parteigliederungen und den Bezirks- und Landesverbänden bilden. Ihre Vorsitzenden sind quasi die Sprachrohre der Parteibasis.

Die zweitägige Konferenz findet mitten in einer der schwersten Krisen der 81-jährigen Parteigeschichte statt. Im September ist die CDU in Mecklenburg-Vorpommern erstmals aus einem Landtag geflogen, und auf Bundesebene ist sie nach der Wahl 2025 von der AfD in den Umfragen als stärkster Kraft abgelöst und weit abgehängt worden. Kanzler Merz kommt zudem auf historisch schlechte Beliebtheitswerte.

Das alles dürfte Thema sein, wenn sich die Kreisvorsitzenden in der Parteizentrale, dem Konrad-Adenauer-Haus, zunächst mit Generalsekretärin Franziska Hoppermann (14.00 Uhr) und am späten Nachmittag mit Merz (17.30 Uhr) aussprechen. Außerdem sind eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Wie wir Deutschland reformieren" mit Kanzleramtschefin Nina Warken, Bildungsministerin Karin Prien und dem Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, sowie ein Austausch mit der Struktur- und Satzungskommission geplant.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Es ist auch keine anschließende Pressekonferenz geplant.

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