ChemieunfÀlle in Deutschland: Ammoniak, SÀure, Giftgas in vier Tagen
05.06.2026 - 10:41:42 | boerse-global.de
SpezialkrÀfte der Feuerwehr waren stundenlang im Einsatz.
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Der Vorfall ereignete sich gegen 20:40 Uhr innerhalb der ProduktionsstĂ€tte. Die Feuerwehr rĂŒckte mit einem ABC-Zug an â einer Einheit, die auf atomare, biologische und chemische Gefahren spezialisiert ist. Die Chemikalie konnte zĂŒgig eingedĂ€mmt werden.
Der Einsatz endete gegen 22:30 Uhr. Verletzt wurde niemand. Eine Gefahr fĂŒr die Bevölkerung oder die Umwelt bestand laut EinsatzkrĂ€ften zu keinem Zeitpunkt. Die Ursache fĂŒr das Leck ist noch unklar.
Serie von ChemieunfÀllen in Deutschland
Der Vorfall in Karlsruhe ist kein Einzelfall. Bereits am 2. Juni kam es in einer Brauerei im niederbayerischen Vilshofen zu einem Ă€hnlichen UnglĂŒck. Ein Mitarbeiter hatte mit einem Gabelstapler einen BehĂ€lter mit knapp 1.000 Litern SalpetersĂ€ure beschĂ€digt. Die austretende SĂ€ure bildete eine giftige Rauchwolke â acht Menschen wurden leicht verletzt, darunter vier Feuerwehrleute.
Am selben Nachmittag sorgte ein defekter FlĂŒssiggastank im Westerwalder Langenhahn fĂŒr eine groĂflĂ€chige Evakuierung. Das Leck an dem unterirdischen Tank lieĂ sich nicht abdichten. Spezialfirmen mussten den Inhalt abpumpen. Knapp 100 EinsatzkrĂ€fte waren beteiligt, zwei Personen kamen zur Beobachtung ins Krankenhaus.
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Gefahrgut auch auf Autobahnen und in ZĂŒgen
Auch der Verkehrssektor blieb nicht verschont. Am 4. Juni verunglĂŒckte auf der Autobahn 20 bei Jarmen ein Transporter mit Tuberkulose-Erregern. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Die Feuerwehr musste zehn EinsatzkrĂ€fte dekontaminieren.
An der ETH ZĂŒrich kam es am selben Tag zu einer prĂ€ventiven Evakuierung. Knapp 270 Menschen mussten das GebĂ€ude verlassen â Grund war der Abtransport einer Gasflasche mit hochtoxischem und selbstentzĂŒndlichem Chlortrifluorid. Die RĂ€umung dauerte sechs Stunden.
In Rheinland-Pfalz musste am 3. Juni ein ICE evakuiert werden. Ein Unbekannter hatte eine reizende FlĂŒssigkeit im Zug versprĂŒht. Ein Zugbegleiter verlor kurzzeitig das Bewusstsein, 167 FahrgĂ€ste waren von der Streckensperrung betroffen.
