China, Europa

EU-Kammer: Produktionsstopps wegen Chinas Exportkontrollen

19.09.2025 - 08:10:27

China hat den Export seltener Erden massiv eingeschrĂ€nkt. Eigentlich sollte ein zwischen Peking und BrĂŒssel vereinbarter Mechanismus den Firmen helfen. Die EU-Handelskammer sieht das anders.

  • China ist global ein Hauptproduzent von Seltenen Erden. (Symboldbild)  - Foto: Ren Junchuan/Xinhua via ZUMA Wire/dpa

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  • EU-KammerprĂ€sident Eskelund spricht vom drĂ€ngendsten Problem europĂ€ischer Firmen. (Archivbild)  - Foto: Johannes Neudecker/dpa/dpa-mag

    Johannes Neudecker/dpa/dpa-mag

China ist global ein Hauptproduzent von Seltenen Erden. (Symboldbild)  - Foto: Ren Junchuan/Xinhua via ZUMA Wire/dpaEU-KammerprÀsident Eskelund spricht vom drÀngendsten Problem europÀischer Firmen. (Archivbild)  - Foto: Johannes Neudecker/dpa/dpa-mag

Die europĂ€ische Handelskammer in China erwartet wegen Pekings Exportkontrollen auf seltene Erden weitere ProduktionsausfĂ€lle bei ihren Mitgliedsfirmen. Der Mangel an Freigaben fĂŒr Ausfuhren der wichtigen Rohstoffe könnte im September zu 46 Fertigungsstopps fĂŒhren, wie die EU-Kammer in Peking mitteilte. Bis Dezember könnten weitere folgen. 

Hintergrund sind die Antragsverfahren. Laut der Kammer hatte das zustĂ€ndige Handelsministerium von 141 AntrĂ€gen auf Exportlizenzen fĂŒr seltene Erden 19 genehmigt. Bei 121 AntrĂ€gen, teils mit dem Hinweis «dringend», stĂŒnden die Entscheidungen noch aus. Ein Antrag wurde wegen eines Datenfehlers abgelehnt. 

Erkenntnisse aus Umfrage 

Die Kammer hatte nach eigenen Angaben zwischen August und Anfang September Informationen von ihren Mitgliedern gesammelt. Die nun veröffentlichten Erkenntnisse stammen demnach mit Stand 9. September. Welche Firmen in welchen LÀndern betroffen waren, teilte die Interessenvertretung nicht mit. 

Lizenzen zu erhalten, sei derzeit das drĂ€ngendste Problem vieler Firmen, sagte Kammer-PrĂ€sident Jens Eskelund. Der zwischen BrĂŒssel und Peking vereinbarte Mechanismus bringe bislang nur fĂŒr einige Unternehmen Entlastung. 

Von der Leyen kĂŒndigte Mechanismus an 

China hatte wĂ€hrend des Zollstreits mit den USA Anfang April Exportkontrollen auf sieben seltene Erden und daraus gefertigte Magnete eingefĂŒhrt. Die Rohstoffe werden etwa in Sensoren oder Elektromotoren verbaut. China ist global der Hauptproduzent der Metalle, weshalb die Kontrolle darĂŒber auch einen Verhandlungshebel darstellt. 

Auch deutsche Firmen hatten mit dem komplizierten und langwierigen Antragsverfahren zu kĂ€mpfen. Ende Juli kĂŒndigte EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen wĂ€hrend ihres China-Besuchs einen neuen Vermittlungsmechanismus an. Dadurch sollte bei EngpĂ€ssen ein entstandenes Problem geprĂŒft und gelöst werden, wie sie damals sagte.

@ dpa.de