China nennt keine Details zu Zoll-Einigung mit USA
12.06.2025 - 09:20:28China hĂ€lt sich nach der von US-PrĂ€sident Donald Trump verkĂŒndeten Einigung ĂŒber die Lockerung von ExportbeschrĂ€nkungen im laufenden Handelsstreit bedeckt. Beide Seiten hĂ€tten neue Fortschritte gemacht, die Bedenken zu Wirtschaft und Handel der anderen Seite zu lösen, sagte AuĂenamtssprecher Lin Jian in Peking. Die Volksrepublik hoffe, dass beide Seiten zusammenarbeiten könnten, um den gefundenen Konsens umzusetzen.
Hinsichtlich der Ausfuhr seltener Erden, fĂŒr die China ein weltweiter Hauptverarbeiter ist, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking, die Volksrepublik werde entsprechende Exportgenehmigungen im Einklang mit dem Gesetz prĂŒfen. Peking habe bereits eine bestimmte Zahl genehmigt und werde das Genehmigungsverfahren weiter stĂ€rken.Â
Trump kĂŒndigte bereits Einigung anÂ
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte auf seiner Online-Plattform Truth Social eine VerstĂ€ndigung beider Seiten verkĂŒndet, ExportbeschrĂ€nkungen bei seltenen Erden abzubauen. Ihm zufolge verpflichtet sich China, bestimmte Rohstoffe wie seltene Erden an die USA zu liefern. Washington sagt im Gegenzug zu, dass Studierende aus China weiterhin an US-amerikanischen UniversitĂ€ten zugelassen wĂŒrden.Â
Trump schrieb auĂerdem, dass es zwischen den beiden gröĂten Volkswirtschaften der Welt eine Abmachung im Zollstreit gebe. Die Zölle fĂŒr Importe aus China in die USA wĂŒrden bei 55 Prozent liegen. China werde Strafabgaben in Höhe von 10 Prozent auf Waren aus den USA verhĂ€ngen, so Trump.Â
Verhandlungsmarathon in London
Am Montag und Dienstag hatten Vertreter beider LĂ€nder auf neutralem Boden in London verhandelt. Im Nachgang erklĂ€rten Pekings und Washingtons Gesandte, den Konsens aus dem Treffen in Genf Mitte Mai umsetzen zu wollen.Â
In der Schweiz hatten China und die USA damals vereinbart, ihre gegenseitigen Importzölle je um 115 Prozentpunkte zu senken und gaben sich eine 90-tĂ€gige Pause fĂŒr weitere Verhandlungen. Was genau in der Vereinbarung von Genf und der Ăbereinkunft in London steht, ist weiter unklar. US-Handelsminister Howard Lutnick deutete in London an, dass eine schriftliche Version des Pakts nicht veröffentlicht werde.
Einige Beobachter verwiesen darauf, dass die Verhandlungen keinen Fortschritt bedeuteten, sondern lediglich eine RĂŒckkehr zur Lage von vor wenigen Monaten. Zudem hĂ€tten die GesprĂ€che gezeigt, wie China seine Rolle als globaler Hauptproduzent seltener Erden und daraus gefertigter Magnete fĂŒr ZugestĂ€ndnisse bei Verhandlungen einsetzen könne, hieĂ es in verschiedenen US-Medienberichten.





