China, Pariser

China und EU wollen Pariser Klimapakt 'umfassend' umsetzen

24.07.2025 - 13:33:16

China und die EuropĂ€ische Union wollen ihre BemĂŒhungen im Kampf gegen den Klimawandel verstĂ€rken.

Angesichts der "turbulenten internationalen Lage" sei es entscheidend, dass alle Staaten, insbesondere große Volkswirtschaften, ihre klimapolitischen Maßnahmen intensivieren, hieß es in einer gemeinsamen ErklĂ€rung beim EU-China-Gipfel in Peking.

Beide Seiten bekannten sich darin zum 2015 geschlossenen Pariser Klimaabkommen sowie zur UN-Klimarahmenkonvention und riefen dazu auf, deren Ziele und Prinzipien "umfassend, redlich und wirksam" umzusetzen. Es handele sich um die "Grundpfeiler der internationalen Klimazusammenarbeit".

In Paris haben rund 200 Staaten vereinbart, die ErderwĂ€rmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen - und möglichst auf nur 1,5 Grad. Damit sollen die schlimmsten Folgen der Klimakrise vermieden werden - etwa hĂ€ufigere und heftigere Hitzewellen, DĂŒrren, WaldbrĂ€nde sowie Unwetter und Überschwemmungen.

Nationale Klimaziele bis November

Auch wurde zugesagt, noch vor der UN-Klimakonferenz COP30 im brasilianischen BelĂ©m neue nationale Klimaziele (NDCs) fĂŒr das Jahr 2035 vorzulegen. Die COP30 findet im November statt.

Trotz geopolitischer Spannungen gilt der Klimaschutz weiterhin als eine der wenigen politischen DomĂ€nen, in der Peking und BrĂŒssel gemeinsame Position beziehen. In dem Papier betonen beide Seiten ihre Bereitschaft, "gemeinsam FĂŒhrung zu zeigen". Vor diesem Hintergrund gilt die ErklĂ€rung wohl auch als Signal an die USA.

ErklÀrung gilt als Signal an Washington

Zwar wurde kein Staat in der ErklĂ€rung namentlich genannt, doch sie erfolgt, nachdem US-PrĂ€sident Donald Trump zu Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar den erneuten Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Abkommen verkĂŒndet hatte. Sowohl Peking als auch BrĂŒssel hatten den Schritt kritisiert.

@ dpa.de