DAVOS, Chinas

DAVOS: Chinas Wirtschaft laut Premier Li 2023 um 5,2 Prozent gewachsen

16.01.2024 - 12:51:16

Chinas Wirtschaft ist laut MinisterprÀsident Li Qiang im vergangenen Jahr ungefÀhr um 5,2 Prozent gewachsen.

2023 habe sich die Ökonomie des Landes mit ungefĂ€hr 1,4 Milliarden Einwohnern erholt, sagte Chinas Nummer zwei am Dienstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Rate sei höher als das Anfang vergangenen Jahres gesetzte Ziel von geschĂ€tzt fĂŒnf Prozent. Die Aussagen machte Li nur einen Tag, bevor das Land offiziell seine Daten zur Wirtschaftsleistung veröffentlichen wollte.

China habe keine "massiven Anreize" benötige, um seine Wirtschaft voranzutreiben, und kein kurzfristiges Wachstum unter Langzeitrisiken in Kauf genommen, sagte Li. Er verglich China mit einem "gesunden Menschen, der ein starkes Immunsystem hat", da die zweitgrĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft ihm zufolge ĂŒber Jahrzehnte des Wachstums wichtige Grundlagen gelegt habe. "Die chinesische Wirtschaft kann mit Aufs und Abs bei seiner Leistung umgehen", betonte Li. Der Trend langfristigen Wachstums werde sich deshalb nicht Ă€ndern.

Li warb um auslĂ€ndische Investitionen und kĂŒndigte an, dass sich China weiter öffnen wolle. Peking wolle zudem das Umfeld fĂŒr auslĂ€ndische Firmen verbessern. Diese klagen immer wieder ĂŒber undurchsichtige gesetzliche Regelungen wie beim grenzĂŒberschreitenden Datentransfer oder Absprachen zum Vorteil chinesischer Firmen bei öffentlichen Ausschreibungen. Zu diesen Problemen arbeite China an "der Formulierung relevanter Bestimmungen", sagte Li.

Chinas Wirtschaft hatte im vergangenen Jahr mit einem schwachen Konsum im Inland und einer schweren Immobilienkrise zu kÀmpfen. Nach dem Ende der strengen Corona-Regeln wuchs die Wirtschaft zunÀchst deutlich, verlor dann jedoch schnell wieder an Fahrt. AuslÀndische Firmen zogen zudem verstÀrkt ihre in China erwirtschafteten Gewinne ab, was als mögliches Zeichen gilt, dass Unternehmen nicht wieder in das Land investieren wollen.

@ dpa.de