USA verschĂ€rfen Chip-EinschrĂ€nkungen fĂŒr China
18.10.2023 - 03:19:17Im Wettstreit um die Entwicklung KĂŒnstlicher Intelligenz haben die USA ihre BeschrĂ€nkungen fĂŒr Chip-Lieferungen nach China verschĂ€rft. Von den neuen Regeln dĂŒrfte vor allem Technik des Halbleiter-Konzerns Nvidia betroffen sein, die weltweit eine SchlĂŒsselrolle beim Anlernen von Systemen mit KĂŒnstlicher Intelligenz spielt. Nvidia-Aktien fielen nach Bekanntgabe der neuen Exportregeln gestern um rund fĂŒnf Prozent.
Schon die vorherige Stufe der US-EinschrĂ€nkungen hatte den Verkauf von Nvidias Chipsystemen H100 und A100, mit denen groĂe Unternehmen im Westen ihre KI-Software wie zum Beispiel den Chatbot ChatGPT entwickeln, nach China unterbunden. Der Konzern entwickelte rasch die abgespeckten Versionen H800 und A800. Sie lagen unter der Verbots-Schwelle, da sie langsamer als die Top-Modelle Daten untereinander austauschten.
USA: Spitzentechnologie mit militÀrischem Nutzen
Nach frĂŒheren Angaben bekam Nvidia fĂŒr diese Chipsysteme AuftrĂ€ge im Wert von rund fĂŒnf Milliarden Dollar. Unklar ist, wie viel davon erfĂŒllt werden kann, bevor die neuen US-EinschrĂ€nkungen greifen.
Die US-Regierung will nach eigenen Angaben verhindern, dass China Zugang zu amerikanischer Spitzentechnologie mit militĂ€rischem Nutzen erhĂ€lt. China bemĂŒht sich angesichts der US-BeschrĂ€nkungen, eigene Chiptechnologien zu entwickeln - und prĂ€sentierte zuletzt einige Fortschritte. Allein schon deshalb wurde eine VerschĂ€rfung der US-MaĂnahmen erwartet.
Zugleich gab es in den vergangenen Monaten Warnungen aus der amerikanischen Chip-Branche, zu harsche BeschrÀnkungen könnten dem GeschÀft von US-Unternehmen wie Nvidia schaden. Am Dienstag gaben auch die Aktienkurse von Chip-Anbietern wie Intel und AMD nach.
Die Nvidia-Aktie war zuletzt krĂ€ftig gestiegen und ist fast drei Mal teurer als zu Jahresbeginn. Auslöser dafĂŒr ist der Boom rund um KĂŒnstliche Intelligenz, der das GeschĂ€ft des US-Chipkonzerns explosiv wachsen lĂ€sst.


