Umstieg auf E-MobilitÀt im privaten Bereich stagniert - Nur noch halb so oft werden Neuwagen angeschafft seit Ende der KaufprÀmie 2023 - Das aktuelle HUK-E-Barometer offenbart zentrale VerÀnderungen
15.05.2025 - 08:15:00Dr. Jörg RheinlĂ€nder, Vorstandsmitglied der HUK-COBURG: "Der starke Anstieg privater KĂ€ufe gebrauchter E-Autos beim Wechsel weg vom Verbrennungsmotor hat sicher mit dem wachsenden Angebot an E-Gebrauchtwagen zu tun. Aber: Dass sich diese Quote verdoppelt hat, exakt nach Ende der KaufprĂ€mie fĂŒr Neufahrzeuge Ende 2023, lĂ€sst aufhorchen. Denn Gebraucht- und nicht Neuwagen dominieren den deutschen Kfz-Markt. Sie werden bei der Verbreitung von ElektromobilitĂ€t daher die zentrale Rolle spielen. Dagegen wird heute viel zu sehr nur auf den Neuwagenmarkt geachtet - auch im politischen Raum."
Umsteuern wird drÀngend
Fast 90 Prozent des Autobestands in Deutschland entfallen auf Privatfahrzeuge. Bei der Zulassung neuer Pkw ist das VerhĂ€ltnis aber ganz anders. Die Mehrheit aller Neuzulassungen entfĂ€llt hier auf gewerblich genutzte Autos wie etwa Flotten-, Dienst- oder GeschĂ€ftswagen. Obwohl die Gesamtzahl neu zugelassener Elektroautos in den ersten drei Monaten 2025 anwuchs, kommt daher der private E-Automarkt, den das HUK-E-Barometer misst, weiterhin kaum in Fahrt. So stiegen im ersten Quartal 2025, wie schon im Jahresverlauf 2024, in nur rund vier Prozent aller Fahrzeugwechsel private Besitzer eines Autos mit Verbrennungsmotor auf einen rein elektrischen Antrieb (ohne Hybride) um. Der Anteil reiner E-Autos im privaten Bestand verharrt damit bei nur 3,0 Prozent. Und auch der von HUK-COBURG ermittelte Dynamik-Faktor der Entwicklung ist ernĂŒchternd: Die Steigerung des E-Auto-Anteils war im ersten Quartal 2025 fast genauso schwach wie in 2024 - sie liegt auf dem niedrigsten Niveau seit 2020, dem Beginn der HUK-Messreihe.
Dahinter stecken offenbar auch Sympathieverluste. Die bundesweit reprĂ€sentative Bevölkerungsbefragung im Rahmen des HUK-E-Barometers ergibt: Mehrheitlich finden die Deutschen Elektroautos derzeit eher weniger gut / gar nicht gut als gut / sehr gut (51 % zu 42 %). Noch vor drei Monaten, im vierten Quartal 2024, waren die Meinungen dagegen fast ausgeglichen (47 % zu 45 %). Entsprechend sinkt auch die in der Umfrage erhobene Absicht, sich "kĂŒnftig grundsĂ€tzlich nur noch ein reines Elektroauto" anschaffen zu wollen. Sagten dies im vierten Quartal des Vorjahres noch 19 Prozent der Befragten, so sind es jetzt nur noch 15 Prozent.
Vermutete AnfÀlligkeit von E-Autos schreckt offenbar ab
"Haben Sie bei der Anschaffung eines gebrauchten reinen Elektroautos mehr Bedenken als bei der Anschaffung eines Autos mit Verbrennungsmotor?" Auf diese Frage antworten 60 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahre mit ja. Technische ĂberprĂŒfungen im In- und Ausland zeigen zwar keine grundsĂ€tzlich höhere AnfĂ€lligkeit von Elektro- gegenĂŒber Verbrennungsmotoren. "Entscheidend ist aber das BauchgefĂŒhl der Menschen", sagt Dr. Jörg RheinlĂ€nder, "alles, was hier Vorurteile abbaut, kann daher insbesondere dem Gebrauchtwagenmarkt fĂŒr E-Autos helfen, auf den es bei der Verbreitung der E-MobilitĂ€t in Deutschland entscheidend ankommen wird."
Unterschiede in den einzelnen BundeslÀndern
Der Bestand an privaten E-Autos ist in Deutschland sehr unterschiedlich verteilt. Am höchsten ist die Quote in den "AutolĂ€ndern" Bayern (3,6 %), Niedersachen und Baden-WĂŒrttemberg (je 3,4 %). In Sachsen und Sachsen-Anhalt ist sie dagegen mit je 1,6 Prozent nicht einmal halb so hoch. Im 1.Quartal 2025 stiegen auch in Bayern und Niedersachsen (je 4,7 %) die meisten Privatleute von einem Verbrenner- zum Elektromotor um. Beim Schlusslicht Sachsen waren es auch hier weniger als die HĂ€lfte (2,3 %).
Weiteres Zahlenmaterial zum aktuellen HUK-E-Barometer unter
https://www.huk.de/e-barometer
Das HUK-E-Barometer 2025 basiert auf exklusiven Versicherungszahlen der HUK-COBURG und einer Online-Umfrage. Als gröĂter deutscher Autoversicherer mit insgesamt ĂŒber 14 Millionen Fahrzeugen und einem Marktanteil von fast einem Viertel an privat zugelassenen Kraftfahrzeugen bietet die HUK-COBURG valide Daten fĂŒr die Analyse der Verbreitung und Akzeptanz verschiedener Antriebsarten und entsprechender Fahrzeugwechsel.
Die zusĂ€tzlich erhobene reprĂ€sentative Umfrage wurde bundesweit durchgefĂŒhrt in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland. Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage im YouGov Panel, an der 4222 Personen zwischen dem 24.01. und 18.02.2025 teilnahmen. Die Daten wurden mit den Quotenmerkmalen Alter und Geschlecht innerhalb der einzelnen BundeslĂ€nder erhoben. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind reprĂ€sentativ fĂŒr die Bevölkerung in jedem einzelnen Bundesland ab 16 Jahren nach Alter und Geschlecht sowie fĂŒr die Bevölkerung in Deutschland gesamt ab 16 Jahren nach Alter, Geschlecht und Region.
Zur Pressemeldung auf huk.de:
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