Coca-Cola, Zuckersteuer

Coca-Cola warnt vor Zuckersteuer und höheren Preisen ab 2027

Veröffentlicht am: 05.09.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Coca-Cola warnt vor erheblichen Folgekosten einer Zuckersteuer und sieht Preise sowie ArbeitsplĂ€tze unter Druck. Der Deutschlandchef des Konzerns hĂ€lt die geplante Abgabe fĂŒr administrativ aufwendig und politisch falsch.

Coca-Cola fĂŒrchtet administrativen Alptraum durch Zuckersteuer
Zucker (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Coca-Cola warnt vor erheblichen Folgen einer Zuckersteuer in Deutschland. Der Deutschlandchef des Konzerns spricht von einem administrativen Aufwand, höheren Preisen und möglichen Risiken fĂŒr ArbeitsplĂ€tze.

Belastung fĂŒr Handel und Hersteller

John Galvin sagt, GetrĂ€nke mĂŒssten steuerlich klassifiziert, Mengen dokumentiert, SteuerbetrĂ€ge berechnet und Kontrollen ermöglicht werden. Nach seiner Darstellung trĂ€fe der Aufwand nicht nur große Hersteller, sondern auch den Handel, weil gemischte GetrĂ€nkekisten an der Kasse einzeln erfasst werden mĂŒssten.

Galvin rechnet zudem mit Preissteigerungen fĂŒr Verbraucher. In der gegenwĂ€rtigen wirtschaftlichen Lage mĂŒssten Konsumenten dann mehr bezahlen als zuvor, sagte er.

Politischer Hintergrund

Die Debatte steht im Zusammenhang mit den PlĂ€nen von Finanzminister Lars Klingbeil, eine Zuckersteuer ab 2027 einzufĂŒhren. Ziel einer solchen Abgabe wĂ€re es, zuckerhaltige GetrĂ€nke teurer zu machen und so den Konsum zu beeinflussen.

Der Coca-Cola-Deutschlandchef weist diesen Lenkungsansatz zurĂŒck und verweist darauf, dass die Branche den Zuckeranteil bereits freiwillig reduziert habe.

Die dts-Meldung fĂŒgt sich in eine seit Jahren gefĂŒhrte Debatte ĂŒber eine steuerliche Lenkung zuckerhaltiger GetrĂ€nke ein. Der Kern des Streits ist bekannt: BefĂŒrworter setzen auf Preissignale, um den Konsum zu senken, Kritiker warnen vor BĂŒrokratie, höheren Kosten und Belastungen fĂŒr Handel und Industrie.

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