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Commerzbank verlangt Klarheit von Unicredit

23.03.2026 - 15:21:03 | dpa.de

Commerzbank-Chefin Orlopp fordert von Unicredit-Chef Orcel Klarheit über dessen Übernahmepläne. Besonders beim Thema Stellenabbau gibt es große Bedenken.

  • Die Commerzbank wehrt sich seit Monaten gegen Begehrlichkeiten aus Mailand. (Archivbild) - Foto: Michael Brandt/dpa
    Die Commerzbank wehrt sich seit Monaten gegen Begehrlichkeiten aus Mailand. (Archivbild) - Foto: Michael Brandt/dpa
  • Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp will die Eigenständigkeit des Instituts verteidigen. (Archivbild) - Foto: Hannes P. Albert/dpa
    Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp will die Eigenständigkeit des Instituts verteidigen. (Archivbild) - Foto: Hannes P. Albert/dpa
Die Commerzbank wehrt sich seit Monaten gegen Begehrlichkeiten aus Mailand. (Archivbild) - Foto: Michael Brandt/dpa Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp will die Eigenständigkeit des Instituts verteidigen. (Archivbild) - Foto: Hannes P. Albert/dpa

Die Commerzbank befürchtet im Fall einer Übernahme durch die Unicredit einen radikalen Stellenabbau wie einst bei der Unicredit-Tochter Hypovereinsbank (HVB). «Anders kommt man nicht auf eine Kostenquote von 35 Prozent», sagte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp der «Süddeutschen Zeitung». 

Um diese von Unicredit-Chef Andrea Orcel öffentlich als Zielmarke genannte Kosten-Ertrag-Quote zu erreichen, gebe es nur zwei Wege, sagte Orlopp: «Erträge erhöhen, was aufgrund der Kundenüberlappung schwierig wird. Oder wir werden eine Niederlassung in einem Konzern und erleben womöglich dasselbe, was wir bei der HVB gesehen haben, einen Personalabbau von zwei Dritteln.»

Was will Orcel?

Insgesamt rätselt die Commerzbank auch nach dem Übernahmeangebot der italienischen Großbank Unicredit weiterhin über Orcels Absichten. «Bis heute sind wir im Unklaren, was Unicredit eigentlich will», sagte Orlopp.

Die Unicredit, die mit einem direkten Anteil von 26 Prozent bereits größter Aktionär der Commerzbank ist und insgesamt Zugriff auf knapp unter 30 Prozent der Anteile hat, hatte vor einer Woche ein freiwilliges Tauschangebot für sämtliche Aktien des Dax-Konzerns angekündigt. Zugleich teilte die Mailänder Großbank mit, sie erwarte, eine Beteiligung von mehr als 30 Prozent an der Commerzbank zu erreichen, «ohne die Kontrolle zu erlangen». Orcel hatte gesagt, es sei nun «an der Zeit, zu sprechen».

Commerzbank-Chefin: Verweigern uns Gesprächen nicht

Orlopp bekräftigte in dem Interview, die Commerzbank verweigere sich Gesprächen nicht: «Wir haben der Unicredit schriftlich bestätigt, dass wir offen sind für Gespräche - das ist auch unsere Aufgabe, und wir haben damit kein Problem.» Allerdings müsse Orcel seine Pläne konkretisieren: «Wenn jemand anklopft und sagt, ich habe eine Idee, dann darf man doch erwarten, dass er auch sagt, wie die Idee aussieht.»

Die Unicredit wirbt seit ihrem Einstieg bei der Commerzbank im September 2024 für eine Übernahme. Orcel sieht Chancen in einem kombinierten Geschäft mit Privat- und Mittelstandskunden und argumentiert, Europa brauche im Wettlauf mit den starken US-Geldhäusern größere Banken.

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