Söder lehnt Streichung von Feiertag kategorisch ab
20.03.2025 - 16:08:24"Bayern wird definitiv keinen Feiertag abschaffen. Feiertage gehören zur kulturellen IdentitĂ€t Bayerns", sagte der bayerische MinisterprĂ€sident in MĂŒnchen. Feiertage seien auĂerdem fester Bestandteil der christlichen PrĂ€gung des Freistaates. In Bayern gibt es 13 Feiertage - mehr als in jedem anderen Bundesland. In Augsburg gibt es mit dem Friedensfest sogar noch einen mehr: Nur dort haben die Menschen auch am 8. August arbeitsfrei.
Ăkonomen hatten sich fĂŒr Streichung von Feiertag ausgesprochen
Wiederholt waren zuletzt VorschlĂ€ge von Ăkonomen gekommen, einen Feiertag abzuschaffen, um die Milliardenpakete fĂŒr Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz zu finanzieren, die Union und SPD mit Hilfe der GrĂŒnen ausgehandelt haben und denen inzwischen der Bundestag zugestimmt hat. Am Freitag muss sich auch der Bundesrat mit der Thematik befassen. FĂŒr die geplante Lockerung der Schuldenbremse ist eine Zweidrittelmehrheit in der LĂ€nderkammer nötig. Diese gilt aber als sehr sicher.
Bereits Anfang MĂ€rz hatte der PrĂ€sident des MĂŒnchener Ifo-Instituts, Clemens Fuest, fĂŒr die Streichung eines Feiertages plĂ€diert, um "das Arbeitsangebot der Menschen zu steigern": "Stattdessen gibt es Forderungen nach mehr Urlaubstagen und kĂŒrzeren Arbeitszeiten. Das wĂ€re jetzt der falsche Weg, wenn man Inflation vermeiden und Wachstum fördern will", sagte Fuest der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Feiertage liegen fĂŒr BeschĂ€ftigte 2025 gĂŒnstig
Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW/Köln) hatte vorgerechnet, dass ein zusĂ€tzlicher Arbeitstag bis zu 8,6 Milliarden Euro mehr Wirtschaftswachstum bringen könnte. Eine geringere Jahresarbeitszeit hat nach Angaben der Statistiker Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung: Nach einer Faustregel bedeutet ein Arbeitstag weniger einen RĂŒckgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,1 Prozent.

