Cyber Security Conference 2025: Schwarz Digits launcht App fĂŒr Endkunden und veröffentlicht dritten Cyber Security Report
13.03.2025 - 15:56:39"Die Cyberbedrohungslage ist lĂ€ngst nicht mehr abstrakt, sondern eine akute Gefahr fĂŒr unsere Sicherheit und SouverĂ€nitĂ€t", erklĂ€rt Dr. Volker Wissing, Bundesminister fĂŒr Digitales und Verkehr. "Europa ist auch in Cyberfragen zunehmend auf sich allein gestellt und muss jetzt entschlossen handeln. Es ist an der Zeit, dass wir uns von den AbhĂ€ngigkeiten aus dem Ausland befreien und stattdessen eigene, europĂ€ische Lösungen im Bereich der Cybersicherheit fördern und unterstĂŒtzen. Nur so können wir unsere digitale SouverĂ€nitĂ€t wahren und unsere BĂŒrger und Unternehmen effektiv schĂŒtzen."
"Deutschland und Europa mĂŒssen die Nutzung und wirksame Absicherung kritischer Systeme unter der Kontrolle nationaler und europĂ€ischer Akteure gewĂ€hrleisten können", fĂŒhrt Claudia Plattner, PrĂ€sidentin des Bundesamtes fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf der Konferenz aus. "Digitale Produkte und Services sicher nutzbar zu machen, kann aber nicht gleichbedeutend damit sein, nur noch Produkte und Services 'made in Germany' oder 'made in Europe' zu verwenden. Es kommt auch darauf an, bestehende Produkte und Services technisch so zu hĂ€rten und zu gestalten, dass ihre sichere, kontrollierte Nutzung unter allen UmstĂ€nden möglich ist."
Carsten Meywirth, Leiter der Abteilung Cybercrime im Bundeskriminalamt erlĂ€utert in seiner Keynote: "Cyberbedrohungen betreffen nicht nur Unternehmen oder Behörden. Die allgegenwĂ€rtige Digitalisierung im Privaten fĂŒhrt zu immer perfideren Betrugs- und Erpressungs-Maschen, die sehr groĂen Schaden anrichten können, materiell und emotional. Deshalb ist es auch fĂŒr Privatpersonen unabdingbar, sich beispielsweise vor Datendiebstahl zu schĂŒtzen."
Geopolitische Entwicklungen zeigen Dringlichkeit fĂŒr digital souverĂ€nes Europa
Neben der Cybersicherheit steht die digitale SouverĂ€nitĂ€t im Zentrum. "Andere Staaten definieren gerade die Spielregeln der internationalen Beziehungen neu", sagt Christian MĂŒller, Co-CEO von Schwarz Digits. "Sie unterscheiden privatwirtschaftliche Interessen nicht mehr von staatlichen; individueller Profit scheint ihnen wichtiger als internationale Partnerschaften."
Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits ergĂ€nzt: "Die Entwicklungen auf internationaler BĂŒhne machen deutlich: Wir mĂŒssen dringend deutsche und europĂ€ische Lösungen stĂ€rken, sonst werden wir zur Datenkolonie anderer Staaten".
Umfangreiches Lagebild und Handlungsempfehlungen: Der Cyber Security Report 2025
Vor welchen Herausforderungen Deutschland und Europa im Bereich Cybersicherheit und digitaler SouverĂ€nitĂ€t stehen, zeigt der Cyber Security Report von Schwarz Digits. Er fasst die aktuelle Lage anhand eigens durchgefĂŒhrter Studien verstĂ€ndlich zusammen und gibt Handlungsempfehlungen. So wurden 2024 etwa sechs Milliarden Euro fĂŒr Cybersicherheitslösungen ausgegeben. Trotz dieser betrĂ€chtlichen Investitionen liegen die SchĂ€den mit 179 Milliarden Euro fast dreiĂigmal so hoch. GroĂe Unternehmen sind mittlerweile gut aufgestellt, kleine und mittlere sind unterinvestiert. Sie fĂŒhlen sich zudem von Behörden im Kontext NIS2 allein gelassen. Es fĂ€llt ihnen auch schwer, ihre Lieferkettenrisiken zu kontrollieren. DarĂŒber hinaus wird deutlich, dass Entscheider die Auswirkungen von hybrider KriegsfĂŒhrung unterschĂ€tzen.
Auch die Bedrohungslage fĂŒr Privatpersonen verschĂ€rft sich. Besonders alarmierend ist der Anstieg von Sextortion, einer Form digitaler Erpressung, die psychologische Manipulation mit modernen Technologien kombiniert. TĂ€ter nutzen gezielt soziale Netzwerke, Online-Spiele und Dating-Plattformen, um an intime Aufnahmen zu gelangen. Mit diesem echten oder gefakten Material zwingen sie Betroffene beispielsweise zu Geldzahlungen oder sexuellen Handlungen. Das hat schwerwiegende psychische Folgen bis zum Suizid. 2023 wurden weltweit ĂŒber 26.700 FĂ€lle von Sextortion gemeldet, ein Anstieg von 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Betroffen sind alle Altersklassen, auch Entscheider in Unternehmen werden mit Sextortion unter Druck gesetzt.
Hochwertiger Schutz digitaler IdentitÀten in ganz Europa
Bereits 2023 sah das BSI IdentitĂ€tsdiebstahl als gröĂte Bedrohung fĂŒr die Gesellschaft. Allein im Januar 2025 waren knapp vier Milliarden DatensĂ€tze von Tausenden Datenlecks betroffen. Mit gestohlenen Daten wie Passwörter, FĂŒhrerschein, Postadressen oder Logins, können Kriminelle auf Konten von Privatpersonen zugreifen, VertrĂ€ge in deren Namen abschlieĂen, EinkĂ€ufe tĂ€tigen, Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen durchfĂŒhren oder erpresserische Betrugsszenarien umsetzen. HĂ€ufig merken Betroffene nicht, wenn Cyberkriminelle Daten stehlen - etwa bei einer Hotelkette, bei der vor Jahren Urlaub gebucht wurde. Sollten die gestohlenen Daten auch immer wieder verwendete Passwörter beinhalten, kann das schwerwiegende Konsequenzen haben. Betroffene leiden jahrelang unter den Folgen.
Schwarz Digits prĂ€sentierte auf der Konferenz die App omniac. Der Service ĂŒberprĂŒft rund um die Uhr mehr Daten als jeder andere Anbieter auf Datenlecks. Wenn Daten im Internet, Deep Web oder Darknet auftauchen, erhalten Nutzer sofort eine Warnmeldung. Klare Handlungsempfehlungen sollen Missbrauch verhindern. Die Daten der Nutzer sind verschlĂŒsselt und werden mit den verschlĂŒsselten Daten aus verifizierten Datenlecks abgeglichen. "Jeder Mensch möchte ein selbstbestimmtes digitales Leben ohne Sorge um Missbrauch der eigenen Daten fĂŒhren", betont Rolf Schumann. "Deshalb mĂŒssen wir auch Menschen ohne technisches VerstĂ€ndnis in ganz Europa befĂ€higen, ihre Sicherheit zu schĂŒtzen und die SouverĂ€nitĂ€t ĂŒber ihre Daten zu behalten. Omniac ermöglich genau das."
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