Bayer-Zerschlagung steht weiter im Raum
08.11.2023 - 11:44:18Bei Bayer soll voraussichtlich bis MĂ€rz feststehen, wie der Konzern umgebaut wird. Im Raum steht nach wie vor auch eine Zerschlagung. Im Zuge der Vorlage der Quartalszahlen hieĂ es am Mittwoch, Bayer befasse sich weiter mit verschiedenen Optionen, etwa mit einer Abtrennung der Sparte fĂŒr freiverkĂ€ufliche Medikamente, darunter Aspirin, beziehungsweise des Agrarbereiches. Dieser macht etwa die HĂ€lfte des KonzerngeschĂ€fts aus.
Was es nicht geben werde, sei eine gleichzeitige Aufspaltung in drei Teile, sagte Konzernchef Bill Anderson laut Mitteilung. Eine Dreiteilung wĂŒrde einen zweistufigen Prozess erfordern. Eine komplette Zerlegung ist damit nicht vom Tisch.
Einige Investoren fordern schon lĂ€nger eine Aufspaltung Bayers, da sie die rechtlichen Probleme in den USA rund um den Unkrautvernichter Glyphosat als Belastung sehen und die Einzelteile fĂŒr wertvoller als den Konzern als Ganzes halten.
Niedrigere Glyphosatpreise
Bayer machte AktionĂ€ren am Mittwoch nach einem bisher schwierigen Jahr 2023 wenig Hoffnung auf eine deutliche Besserung. Die Wachstumsaussichten blieben eher schwach. Im dritten Quartal bekamen die Leverkusener abermals rĂŒcklĂ€ufige Preise fĂŒr Glyphosat zu spĂŒren. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwas mehr als acht Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Auch WĂ€hrungseffekte belasteten.
Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach um fast ein Drittel auf 1,7 Milliarden Euro ein und damit stÀrker als von Experten erwartet. Unter dem Strich stand ein Verlust von 4,57 Milliarden Euro - auch wegen erneuter Wertminderungen im AgrargeschÀft. Vor einem Jahr strich Bayer einen Gewinn von 546 Millionen Euro ein.


