Wirtschaftskrise, Steuern

Habeck verlängert Frist für Abrechnungen zu Coronahilfen

10.08.2023 - 17:17:35 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Bundeswirtschaftsministerium unter Leitung von Robert Habeck (Grüne) verlängert zusammen mit den Ländern die Fristen für noch ausstehende Abrechnungen der Corona-Wirtschaftshilfen.

Robert Habeck am 07.06.2023 - Bild: ?ber dts Nachrichtenagentur
Robert Habeck am 07.06.2023 - Bild: ?ber dts Nachrichtenagentur

Das geht aus einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums hervor, über die das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) berichtet. Die Schlussrechnungen erstellen prüfende Dritte, also etwa Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, für Unternehmen, die Coronahilfen in Anspruch genommen haben.

Anhand dessen werden mögliche Rück- oder Nachzahlungen errechnet. "Mit den neuen Fristen für die Schlussabrechnung der Corona-Wirtschaftshilfen haben wir eine gute Lösung gefunden, um den Fristendruck zu entzerren und mehr Bearbeitungszeit zu ermöglichen", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Michael Kellner (Grüne). Die Schlussabrechnungen für die Überbrückungshilfen I bis III sowie die November- und Dezemberhilfe können nun bis zum 31. Oktober eingereicht werden. Bislang war der 31. August das Stichdatum. Darüber hinaus können Unternehmen eine Fristverlängerung bis zum 31. März 2024 beantragen. Bereits beantragte und erteilte Fristverlängerungen, die bisher bis zum 31. Dezember 2023 galten, werden automatisch bis zum 31. März 2024 verlängert. Nicht betroffen von der Fristverlängerung sind die Soforthilfen. Deren Abwicklung liegt in der alleinigen Verantwortung der Länder. Laut "Handelsblatt" haben sich bisher 3,029 Milliarden Euro Rückzahlungen der Soforthilfe an den Bundeshaushalt ergeben. Erwartet werden schätzungsweise Rückflüsse von insgesamt bis zu fünf Milliarden Euro an den Staat.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

de | wirtschaft | 63893966 |

Weitere Meldungen

Ex-SPD-Chef Beck warnt Regierung vor Reform-Überforderung Der frühere SPD-Chef Kurt Beck hat die Bundesregierung vor einer Überforderung bei den geplanten Reformen gewarnt. (Politik, 14.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Spahn ruft Koalition zu Aufschwung-Schwur auf Unions-Fraktionschef Jens Spahn (CDU) hat den Koalitionspartner SPD aufgerufen, sich mit einem "Schwur" zu den verabredeten Reformen zu bekennen."Wir müssen uns als Koalition einen Aufschwung-Schwur geben: dass wir uns versprechen, Wachstum hat jetzt Vorfahrt", sagte Spahn der "Bild am Sonntag". (Politik, 14.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

BDA-Präsident fordert Reformbeschlüsse bis Mitte Juli Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger, dringt auf weitreichende Reformbeschlüsse innerhalb der nächsten vier Wochen. (Politik, 13.06.2026 - 06:10) weiterlesen...

Noch kein Nachfolgetermin für Reform-Gipfel geplant Nach dem Treffen der Koalitionsspitzen mit den Sozialpartnern am Mittwoch im Kanzleramt ist derzeit noch kein Nachfolgetermin geplant.Man werde den Dialog zu einzelnen Themen des Treffens fortführen und auch zu gegebener Zeit darüber informieren, in welcher Form diese Gespräche stattfinden, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Freitag. (Politik, 12.06.2026 - 13:06) weiterlesen...

Regierung räumt herausfordernde Lage für Stahlindustrie ein Die Bundesregierung hat mit Verständnis auf den Protestzug von Stahlarbeitern reagiert, der am Freitag vor das Wirtschaftsministerium gezogen ist.Die Stahlindustrie sei eine zentrale Grundstoffindustrie und habe eine wichtige Rolle für vollständige Wertschöpfungsketten in Europa, sagte ein Sprecher des Ministeriums der dts Nachrichtenagentur. (Politik, 12.06.2026 - 12:37) weiterlesen...

Deutsche Wirtschaft kämpft weiter mit hohen Energiepreisen Nach Einschätzung der Bundesregierung steht die deutsche Wirtschaft weiter massiv unter dem Einfluss der Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten sowie der gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise.Die Stimmung in der Industrie habe sich stabilisiert, während die Dynamik bei Dienstleistern nachgelassen habe, heißt es im am Freitag veröffentlichten Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums für Juni. (Politik, 12.06.2026 - 10:25) weiterlesen...