Chinas, MilitÀrbudget

Chinas MilitÀrbudget wÀchst erneut deutlich

05.03.2025 - 03:28:43

Das chinesische MilitÀrbudget soll erneut deutlich wachsen.

Bei der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking legte die Regierung einen Haushaltsentwurf vor, der eine Steigerung der Verteidigungsausgaben um 7,2 Prozent auf rund 1,78 Billionen Yuan (etwa 231 Milliarden Euro) vorsieht. Bereits im Vorjahr war das MilitĂ€rbudget in der gleichen GrĂ¶ĂŸenordnung gewachsen.

China verfĂŒgt nach den USA ĂŒber den zweitgrĂ¶ĂŸten Wehretat der Welt. PrĂ€sident Xi Jinping treibt seit seinem Amtsantritt im Jahr 2013 eine umfassende Modernisierung der Volksbefreiungsarmee voran. Bis zum Jahr 2049 soll eine "Armee auf Weltklasse-Niveau" entstehen. Gleichzeitig betont Peking, keine aggressiven Absichten zu verfolgen, sondern lediglich in den Schutz der eigenen SouverĂ€nitĂ€t zu investieren.

Die Erhöhung des MilitĂ€retats erfolgt vor dem Hintergrund zahlreicher Konflikte und Spannungen, insbesondere rund um Taiwan. Die Insel mit rund 23 Millionen Einwohnern wird von China als eigenes Territorium betrachtet, obwohl sie eine eigenstĂ€ndige demokratische Regierung hat. Xi Jinping stellte wiederholt klar, dass er eine Vereinigung nicht unbegrenzt aufschieben wolle - notfalls auch mit Gewalt. Zuletzt erhöhte Peking den militĂ€rischen Druck auf Taiwan mit umfangreichen Marine-Manövern. Auch chinesische Kampfflugzeuge dringen immer wieder in die taiwanische LuftraumĂŒberwachungszone ein.

Zudem tragen weitere Konflikte in Chinas regionalem Umfeld zur AufrĂŒstung bei. Im SĂŒdchinesischen Meer erhebt China weitreichende GebietsansprĂŒche, gegen die LĂ€nder wie die Philippinen regelmĂ€ĂŸig protestieren. Dort kommt es immer wieder zu ZwischenfĂ€llen mit Schiffen des MilitĂ€rs und der KĂŒstenwache. Auch mit Japan im Osten sowie mit Indien in der Himalaya-Region bestehen territoriale Differenzen.

@ dpa.de